Der neue Seat Leon: was uns erwartet 

Der neue Seat Leon LED-lichtband

Der neue Seat Leon ist nach dem Golf 8 und dem Skoda Octavia, das dritte Modell, welches alle Vorzüge der neuesten MQB-Evo-Generation genießt. Das umfasst nicht nur die überarbeitete Plattform, sondern vor allem neue Motoren, neue Technologien und ein aufgefrischtes Design. Doch wo genau wird sich vierte Generation des Seat Leon vom Golf 8 abheben? Ein erster Blick auf das neue Modell vor der Premiere am 28. Januar 2020.

Der neue Seat Leon: viele „Golf-Teile“ gemischt mit spanischem Einfluss

Verglichen mit dem Golf, war der Leon schon immer das etwas emotionalere Fahrzeug. Man wagt sich etwas mehr im Design, hebt sich hier und da etwas ab. Doch mit der neusten Generation bleibt die Frage offen, ist dies überhaupt noch möglich. Erste Bilder des Innenraums (aus Prototypen) haben keinen allzu großen Unterschied zum Golf 8 erkennen lassen. Große Displays hinter dem Lenkrad und auf der Mittelkonsole sind gesetzt. Auch der mit dem Porsche 992 eingeführte „Rasierer“ in der Mitte wird als Wahlhebel für das DSG übernommen. Eventuell wird Seat, auch im Hinblick auf die CUPRA-Modelle, ein eher „Wrap-Around-Design“ im Cockpit ansetzen, um den etwas sportlicheren Charakter zu prägen. Offen bleibt derzeit auch, ob man ein ähnliches Ambiente wie im Golf bekommt – diverse Licht-Ausprägungen durch die Ambiente-Beleuchtung (32 Farben im Golf) – oder es eher schlicht hält wie im neuen Octavia.

Ambiente-Licht VW Golf 8

LED-Licht ab Werk

Technisch wird der neue Leon ebenfalls an die aktuellen Modelle angepasst. Serienmäßige USB-C Schnittstellen, digitale Anzeigen, sowie LED-Beleuchtung vorne und hinten ab Werk. Einen ersten Blick auf die neuen Rückleuchten hat Seat schon gewährt. Diese lehnen sich an das Modelljahr 2020 des Tarraco und ziehen sich damit über die gesamte Fahrzeugbreite beziehungsweise schließen in typischem Seat (Leon) Stil in einer Spange ab. Ob der neue Seat Leon auch vom neuen Matrix-LED-Licht (22 LEDs pro Scheinwerfer) des Konzern profitieren wird ist derzeit leider unbekannt. 

Erstmals Updates und Upgrades nach dem Kauf

Als erstes Seat-Modell überhaupt wird der neue Leon auch über die Update-Funktion verfügen. So sind Funktionen teilweise auch erst nach dem Kauf (gegen Aufpreis) freischaltbar beziehungsweise die Funktionalitäten können per Software-Update auf dem allerneuesten Stand gehalten werden. Dies trifft sowohl auf das serienmäßige 8,25 Zoll (1.083×480 Pixel) System als auch das optionale 10 Zoll (1.560×700 Pixel) Infotainment zu. Ähnlich wie im neuen Golf, will man bei der Sprachsteuerung zu den ganz Großen aufgeschlossen haben. Somit versteht die Technik auch ganz simple Befehle, die sich mit der Klimasteuerung oder dem Wetter befassen.

Konventioneller Antrieb im Golf 8

Volle Bandbreite bei den Antrieben

Bei den Antrieb wird aus den Vollen geschöpft. Alle Antriebe werden mindestens die Abgasnorm Euro 6d erfüllen. Egal ob Diesel, Benzin, Erdgas (CNG), Mild- oder Plug-in Hybrid, erstmals hat man die volle Auswahl. Eine elektrische Variante wird Seat zuerst in Form eines kompakten SUV vorstellen. Das Leistungsspektrum reicht von 90 bis später mehr als 300 PS.

eTSI verbaut im Golf 8 – auch für den Leon geplant

 

Die Benzinmotoren des neuen Seat Leon

Es geht los mit den 90 und 110 PS Versionen des 1,0-Liter 3-Zylinder Motors. Darüber setzt man den 1,5-Liter 4-Zylinder Motor ein, welcher in 130 oder 150 PS Konfiguration zur Wahl steht. Allen Motoren gleich ist das neue 6-Gang-Schaltgetriebe. Bis 130 PS bauen die Triebwerke auf das Miller-Brennverfahren sowie einen VTG-Lader. Im Fall des optionalen 7-Gang-DSG werden die Motoren ab 110 PS auch als „eTSI“ geliefert, somit profitieren die Triebwerk vom 48-Volt-Bordnetz und können so teils mittels eines RSG ohne Motorbetrieb segeln. Später folgen noch Ausführungen des 2,0-Liter Turbobenziners sowie eine Erdgas-Variante des 1,5-Liter Benziner. 

„eTSI“ aus dem VW Golf 8 – kommt auch im neuen Leon

Plug-in Hybrid als Seat Leon und CUPRA Leon

Als weitere Alternative werden zwei Plug-in Hybrid Varianten folgen. Beide auf Basis des 1,4-Liter TSI im Verbund mit 6-Gang-DSG. Die Batterie fasst dabei 13 kWh (brutto). Bei Seat wird die 150 kW / 204 PS Systemleistung als „normaler“ Leon angeboten, während die 180 kW / 245 PS Variante künftig den Einstieg in die CUPRA-Welt markiert. Um die Diesel weiter sauber zu bekommen setzt man auch hier auf die zweifache AdBlue-Einspritzung, aber vor allem auf den großen Motor. Mit zwei Leistungsstufen des 2,0-Liter TDI, fällt die kleinere Variante komplett aus dem Lineup. Wahlweise können die 115 (300 Nm) und 150 PS (360 Nm) Modelle mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-DSG geordert werden. 

Seat Leon Plug-in Hybrid 2020

Plug-in Hybrid des Golf, Octavia und Leon

Titelbild: Seat

Weitere Bilder: Volkswagen

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