Ford Explorer Plug-in Hybrid Fahrbericht: Groß im Auftritt

Mit dem Ford Explorer kommt nun ein mächtig großer Amerikaner nach Deutschland. Doch lediglich als Explorer Plug-in Hybrid. Mit einem anderen Antrieb wäre es für die sechste Generation trotz aller CO2-Einsparungen in Europa wohl schwierig geworden. Mit einer Systemleistung von 457 PS und 825 Nm Drehmoment sollte das amerikanische Schwergewicht gleichwohl auch hierzulande gut voran kommen. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Ford Explorer Plug-in Hybrid

Die Kernwerte des Explorer Plug-in Hybrid

Im Heimatmarkt bietet man den Explorer klassisch mit großem Verbrenner an. Nach Europa kommt er lediglich in einer Ausführung. Ein 3,0-Liter V6 EcoBoost mit zwei Turboladern sorgt gemeinsam mit einem 75 kW Elektromotor für Vortrieb. Für rund 40 Kilometer sogar lautlos und lokal emissionsfrei. Und sollte der Akku einmal leer sein, kein Problem. Der Verbrenner bringt mit 363 PS (555 Nm) noch mehr als ausreichend Power, um die fast 2,5 Tonnen Leergewicht adäquat auf deutschen Autobahnen zu bewegen. Der Spritverbrauch ist dabei eben auch fast schon etwas amerikanisch. 

Ford Explorer Plug-in Hybrid Platinum

Fahreindruck des Explorer Plug-in Hybrid

Denkt man allerdings in regelmäßigem Abstand daran den rund 13 kWh Akku zu laden, dann kann der parallel geschaltete Hybridantrieb sogar mit dem Wort „sparsam“ umgehen. Bei vollem Akku beläuft sich der Mix auf einen Wert zwischen 1,5 und knapp drei Liter auf 100 Kilometer. Dabei ist der Wert 100 Kilometer wortwörtlich gemeint, denn danach steigt der Verbrauch rasant auf etwa das dreifache an. Als Kunde eines so großen SUVs sollte man davon aber wenig überrascht werden.

Ford Explorer Plug-in Hybrid Platinum Cockpit

Ab Werk schon „volle Hütte“

Schlussendlich muss man sich beim Explorer Plug-in Hybrid auch nur eine einzige Frage stellen: bin ich sportlich oder elegant? Sowohl die ST-Line als auch die Platinum Ausführung sind komplett bis unter das Dach gefühlt. Anderswo wird für jede Option einzeln abkassiert, im Explorer Plug-in Hybrid ist alles ab Werk on Board. Die einzige Unterscheidung ist dabei, ob man es eher sportlich haben will, was auf schwarze Details am Exterieur und rote Details im Interieur hinausläuft. Oder man eine eher elegante Variante wählt, die außen mit merklichem aber dezenten Chrom aufläuft und innen wiederum mit Holz-Dekoren sowie braun-roten Leder-Details punktet.

Ford Explorer 2020 Heck

Text/Titelbild: Fabian Meßner

Fotos: Ford

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