Erster Fahreindruck der Mercedes-Benz A 250e Limousine

Es ist der erste Plug-in Hybrid für Mercedes-Benz im Kompaktsegment. Ein wichtiger Schritt, der keinen Raum für Fehler lässt. Für den ersten Test stellt sich die Mercedes-Benz A 250e Limousine bereit, welche dezente Einschränkungen aber vor allem viele Vorteile aufzeigt. Mehr dazu im Fahrbericht, als auch im Video.

A 250e Limousine silber fahrend

Die Technik der A 250e Limousine

Technisch kommt für die PHEV-Modelle diverses aus verschiedenen Regalen zusammen. So stellt der M 282 als 1,33-Liter 4-Zylinder Benziner (118 kW, 250 Nm) die Basis aus der Renault-Nissan-Kooperation. Daimler bringt das 8G-DCT mit, die Daimler-Tochter Accumotive die notwendige Batterie und der Elektromotor kommt ebenfalls von außerhalb. Im Gesamtpaket werden daraus 160 kW (218 PS) Systemleistung mit 450 Nm Drehmoment. Beeindruckende Zahlen, die auch die Bezeichnung „250e“ nahe legen. Der E-Motor sitzt mit seinem 75 kW (300 Nm) genau zwischen Verbrenner und Getriebe. Damit spart sich Daimler auch den konventionellen 12-Volt-Anlasser und startet den Benziner immer über die E-Maschine.

A 250e Limousine PHEV Ladevorgang

Fahreindruck der Mercedes-Benz A 250e Limousine

Wird er angefragt, ist der Motor damit sofort an – wesentlich schneller als mit dem 12-Volt-Anlasser – und vor allem ohne Rucken. Bis er allerdings auf Drehzahl ist und wirklich Vortrieb liefern kann, vergehen leider eineinhalb Gedenksekunden. Wie auch generell mit dem 1,33-Liter Triebwerk, wird es dann wieder eher laut und unruhig in der ansonsten leisen Kabine. Auch fallen die Vibrationen des M 282 im Plug-in Hybrid deutlicher auf. Geht der Motor im Hybrid-Antrieb wieder aus und der E-Motor übernimmt den Vortrieb, ist es als säße man plötzlich in einem Fahrzeug zwei Preisklassen drüber. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Mercedes-Benz A 250e Limousine

Eine gelungene Alternative?

Der Alternative Antrieb ist gut, vor allem mit einem fairen Preisschild versehen. Die Einbußen, etwa beim Kofferraum, sind im Alltag nicht zu bemerken. Lediglich eine geeignete Lademöglichkeit sollte man Zuhause schon vorfinden. Am Ende gibt es nur einen Kritikpunkt. Den M 282. Die A 250e Limousine ist gut in dem, was sie tut. Doch hätte man auf den eigens entwickelten 2,0-Liter 4-Zylinder gesetzt, wäre das Konzept perfekt.

A Klasse Limousine PHEV Kofferraum

A 250e Limousine Heckansicht PHEV

Text: Fabian Meßner

Fotos: Daimler (Titelbild: Andreas Lindlahr für Daimler AG)

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