Skoda Superb iV im ersten Testbericht

2020 Skoda Superb iV Combi

Der Skoda Superb iV oder umgangssprachlich auch die Plug-in Hybrid Variante, unterscheidet sich äußerlich kaum vom gewöhnlichen Superb. Lediglich der geschlossene Grill und etwa die Ladeklappe geben Auskunft über die Antriebsart. Der 1.4 TSI Benzinmotor wird mit einem Elektromotor kombiniert, sodass der Mittelklasse-Wagen für weit über 50 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Mehr dazu im ersten Testbericht.

Skoda Superb iV 2020 Antrieb

Die Technik des Skoda Superb iV

Von der Hardware kombiniert man den 115 kW (156 PS) starken 1.4 TSI mit einem 85 kW Elektromotor. Arbeiten beide im idealen Fenster zusammen, spricht man von einer Systemleistung von 160 kW (218 PS). Hinzu kommt eine 13 kWh Batterie (10,4 kWh netto), die sich unter der Fondsitzbank findet. Der 50 Liter Benzintank wandert in den Zwischenboden des Kofferraums, weshalb jener 150 Liter weniger fasst. Da der Superb (Combi) allerdings schon ohnehin über großen Stauraum verfügt, fällt das im Alltag weniger auf.

Ladeklappe Skoda Superb iV

Fahreindruck des Superb Plug-in Hybrid

Gestartet wird immer elektrisch. Selbst, wenn die Batterie scheinbar leer ist, reicht der verbleibende Saft noch, um elektrisch anzufahren. In etwa wäre dies vergleichbar mit einem Vollhybrid. Am besten genutzt wird der Skoda Superb iV hingegen, wenn die Batterie geladen wurde. Im ersten Test legt der Superb iV rein elektrisch und damit auch lokal emissionsfrei über 55 Kilometer zurück. Dabei war die Batterie nicht einmal voll geladen. Allerdings muss man auch anfügen, dass die Niederlande nicht gerade herausfordernd sind. Das flache Land bietet so aber auch kaum Möglichkeit wieder Energie durch Rekuperation zurück in die Batterie zu holen. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Skoda Superb iV

Erfreulich niedriger Verbrauch, wenn regelmäßig geladen wird

Die Zusammenarbeit von 1.4 TSI und Elektromotor erfolgt gut. Das DQ 400e hat nur unter Volllast Probleme den Übergang von Elektro-Betrieb auf Hybrid-Betrieb schnell umzusetzen. In allen anderen Bereich erfolgt der Übergang sehr sanft und für die Insassen kaum spürbar. Um den Plug-in Hybrid noch weiter attraktiv zu machen, hat im Skoda auch ein paar optionale „Goodies“ spendiert, die bei den normalen Verbrennern Aufpreis kosten. Dennoch ist der Superb iV nicht für jeden das richtige Fahrzeug. Im Idealfall sollte die Batterie regelmäßig wieder geladen werden, denn ansonsten ist die schöne Effizienz dahin. Nachdem die Batterie leer war, pendelte sich der Spritverbrauch, bei langsamer niederländischer Geschwindigkeit, bei 3,8 l/100km ein. Sehr respektabel für ein solch großes Auto. Allerdings ist dieser geringe Verbrauch nicht auf der deutschen Autobahn zu erwarten.

Text: Fabian Meßner

Fotos: Skoda

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