Continental-Telematik: Der europäische eCall im Detail

eCall Continental Telematik

Seit Anfang April 2018 wurde der europäische eCall verpflichtend. Egal ob groß, ob klein, der muss überall drin sein. Für jedes Neufahrzeug, unabhängig von Hersteller, Modell oder Ausstattung, muss der eCall verbaut sein. Innerhalb der Vision Zero von Continental ist dies der nächste Schritt zu weniger Verkehrstoten.

Das automatische Notrufsystem

Der eCall ist ein automatisches Notrufsystem, welches seit April 2018 in jedem Neuzugelassenen Fahrzeug innerhalb der Europäischen Union verbaut sein muss.

„Für uns bedeutet der eCall, dass wir unserer Vision Zero, also einer Mobilität ohne Verkehrstote und Verletzte, einen großen Schritt näher kommen, da Hilfe bei einem Unfall automatisch zum Ort des Geschehens kommt. Indem die Telematik-Einheit auch für andere Anwendungen wie Echtzeit-Informationen von vernetzten Fahrzeugen über Verkehrsfluss oder potentielle Gefahren genutzt wird, können Unfälle zudem sogar aktiv vermieden und Staus minimiert werden.“ – Johann Hiebl, Leiter der Continental-Geschäftseinheit Infotainment & Connectivity

 

Der eCall: was er kann und wie er hilft

Der eCall nutzt für einen automatisch abgesetzten Notruf die Airbag-Steuerdaten. Wird dieser ausgelöst, wird sofort ein Notruf an die 112 abgesetzt. Dabei umfasst das mindestens 140 Byte lange Datentelegramm relevante Daten um den Notruf. Mindestens weitergegeben werden der Zeitpunkt des Notrufs, der Fahrzeugtyp, der Standort des Fahrzeugs, die Antriebsart, die Anzahl der Passagiere an Board, die Fahrtrichtung, sowie die Art und Weise der Notrufauslösung. Der eCall kann dementsprechend auch manuell ausgelöst werden, falls ein Unfall beobachtet wird oder sich ein Unfall ohne Airbag ereignete (beispielsweise mit Fußgängern).

Schnellere Reaktion der Rettungsdienste

Angenommen wird seitens der Europäischen Kommission, dass durch das automatische Notrufsystem die Reaktionszeit in Städten um 40% und in ländlichen Gebieten um 50% reduziert werden kann. Die dafür notwendige Hardware entspricht einem im Fahrzeug verbautem Modem. Die Telematik-Einheit kommt dazu in Verbindung mit einer Antenne zur Satelliten-Positionierung, sowie der Elektronik zur Fahrzeuganbindung und einer optionalen Backup-Batterie.

„Der eCall ist aber nur eine von über hundert Funktionen, die mit der Telematik-Einheit in alle neuen Fahrzeuge kommen können. Diese sind eine wichtige Voraussetzung für ganzheitliche Vernetzung. Damit wird das Auto also spätestens ab April 2018 zum Smartphone auf Rädern, wodurch die mobile und digitale Lebenswelt miteinander verschmelzen.“ – Johann Hiebl

Fotos: Continental

Ein Gedanke zu “Continental-Telematik: Der europäische eCall im Detail

  1. Jetzt wird man auch schon im Auto vollständig kontrolliert. Immer Online. Ok das war vor paar Jahren auch schon so, aber da hatte man die Wahl die völlige Kontrolle nicht mit zu bestellen, jetzt ist es Pflicht!

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