E-TCR rückt näher für den neuen CUPRA e-Racer

Bis zum Start der neuen E-TCR im Jahr 2020 ist es noch etwas hin, doch wir bewegen uns mit schnellen Schritten darauf zu. In Barcelona wurde die Meisterschaft für Elektro-Tourenwagen nun offiziell vorgestellt. Mitten drin war dabei der CUPRA e-Racer, der bereits heute schon zeigt, wie die Zukunft des „Motorsport“ bald aussehen wird.

Vorstellung der E-TCR Meisterschaft in Barcelona

WSC Technology hat in Barcelona die neue E-TCR-Meisterschaft vorgestellt, welche die erste Elektro-Tourenwagenserie sein wird. Gestartet wird ab 2020 und dabei steht es allen Marken offen ihre Strom-Boliden an den Start zu bringen. Bisher hat einzig CUPRA mit dem e-Racer ein vorzeigbares Produkt, dass auch bereits erste Tests erfolgreich absolviert hat. Dabei ist Seat, die Mutter von CUPRA, der festen Überzeugung, dass der Elektrowagen-Wettbewerb „ebenso aufregend und unterhaltsam wie die Serie mit traditionellen Verbrennungsmotoren sein kann“.

Wo liegt der Unterschied zum konventionellen Verbrenner?

Auf den ersten Blick zeigen sich keine für den Laien allzu großen Unterschiede zum bekannten TCR-Modell. Doch auf ein Blick auf die Daten verrät Nach- und Vorteile des neuen CUPRA e-Racer gegenüber dem klassischen Verbrenner-Modell. Durch die schweren Batterien muss der e-Racer über 400 Kilogramm Mehrgewicht durch die Kurven bewegen, dementsprechend ist alleine hierdurch etwa die Belastung auf Fahrwerk als auch Reifen um ein vielfaches höher. Dabei kommen die Elektromotoren allerdings auch schneller zur Sache: 3,2 Sekunden reichen aus, um aus dem Stand die 100 km/h zu passieren. Und auch die 200 km/h ist aus dem Stand in schnellen 8,4 Sekunden geknackt.

Spitzenleistung könnte Überholmanöver spannender machen

Die auf der Hinterachse platzieren Elektromotoren bringen in der Spitzenleistung bis zu 500 kW (680 PS), was mehr als doppelt so viel ist, wie die aktuellen TCR-Modelle. Hier gilt es aber zu wissen, dass die Spitzenleistung immer nur kurz, etwa zum Überholen, abgerufen werden kann und nicht mit der Dauerleistung von 300 kW (408 PS) zu verwechseln ist.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Rolle als Vorreiter im weltweiten Motorsport. Eine Rennserie mit Elektrorennwagen waren einst ferne Zukunftsmusik – heute sind sie in greifbare Nähe gerückt. Eine der größten Herausforderungen eines Elektrofahrzeugs ist die richtige Balance zwischen Leistung und Reichweite. Aber genau das macht es auch so spannend.“ – Jaime Puig, Leiter CUPRA Racing

„Unser übergeordnetes Ziel ist es, den Fans zu zeigen, dass Elektro-Rennserien genauso unterhaltsam sind wie Rennen mit Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor. Und wir möchten das engagierte Mitwirken von CUPRA bei allen technischen Fragen des Projekts hervorheben.“ – Marcello Lotti, Geschäftsführer von WSC Technology

Fotos: Seat

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