Ready to Rumble: CUPRA e-Racer im Detail

Mit der neuen Tochtermarke CUPRA, hat Seat auch bereits den CUPRA e-Racer vorgestellt. Ein Rennwagen, der im kommenden Jahr in der E-TCR-Serie starten soll. Dabei handelt es sich um nicht weniger als die Zukunft des Motorsport, denn die elektrische TCR wird für’s Erste zwar parallel zur konventionellen Rennserie abgehalten, sie in Zukunft wohl aber komplett ablösen.

Schon heute stärker als der konventionelle Antrieb

Seat selbst sieht sich schon vollends gerüstet für die elektrische TCR-Serie, sodass man derzeit überlegt, den e-Racer noch dieses Jahr an den Start gehen zu lassen. Das bis zu 500 kW starke Geschoss soll somit im direkten Vergleich die Vorteile der Elektro-Rennwagen darstellen. Was nicht schwer fallen sollte, denn in der Spitzenleistung hat der CUPRA e-Racer 242 kW (330 PS) mehr Leistung als die derzeitigen TCR-Rennwagen. Selbst in der Dauerleistung von 300 kW (408 PS) übertrumpft er die aktuellen Rennwagen der TCR-Serie.

Beeindruckende Fahrwerte

Trotz 400 Kilogramm mehr Trockengewicht im Vergleich zum aktuellen TCR-Rennwagen sprintet der e-Racer in gerade einmal 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. In weiteren fünf Sekunden erreicht er bereits die 200 km/h-Marke. Werte die aktuell auf der Straße nur mit Supersportwagen abzudecken sind.

„Wir setzen uns für die E-TCR ein, weil wir davon überzeugt sind, dass Elektromotoren die Zukunft des Rennsports sind. Ebenso, wie der SEAT Leon Cup Racer die technischen Grundlagen für die TCR-Meisterschaft legte, wollen wir nun auch als Wegbereiter dieser neuen Ära vorangehen.“ – Dr. Matthias Rabe, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei der SEAT S.A.

Technik des CUPRA e-Racer im Detail

Die Basis für den e-Racer bildet nach wie vor der Seat Leon. Zumindest die Grundkarosse hat man übernommen, alles andere ist völlig losgelöst von Straßenmodell als auch vom TCR-Rennwagen. Wenn die vier E-Motoren ihre volle Leistung von 500 kW bei mehr als 12.000 Umdrehungen pro Minute auspacken, dann rennt der e-Racer über 270 km/h schnell. Die Power kommt dabei aus einem 65 kWh Akkupack im Boden des e-Racer. Durch den extrem niedrigen Schwerpunkt, sitzt er nochmals satter auf der Rennstrecke.

Die 6.072 Batteriezellen sind in 23 Module mit je 264 Zellen zusammengefasst. Um kurze Ladezeiten zu erreichen steckt ein Schnellladesystem im e-Racer, welches derzeit noch nicht beziffert ist. Allerdings reichen 40 Minuten für eine volle Ladung des 65 kWh Batteriepack. Um eine optimale Balance zu erreichen sind die Batterien von insgesamt 450 Kilogramm – ein Drittel des Gesamtgewichts – in der Bodengruppe verteilt.

Heckantrieb statt Frontantrieb

Die vier E-Motoren sitzt dabei direkt an der Hinterachse und treiben auch nur diese an. Der nächste Unterschied zum konventionellen Verbrenner, dessen rund 350 PS komplett auf die Vorderachse wirken. Um den CUPRA e-Racer weiter als Technologieträger zu kennzeichnen hat man bei den Außenspiegel auch Kameras eingesetzt, die ihre Informationen in das große Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad wiedergeben.

Fotos: Seat

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