Audi A6 Avant 50 TDI quattro Test

Audi A6 Avant 50 TDI quattro

Blickt man auf die Historie des Audi A6 Avant, dann war dieser, besonders etwa als Audi 100 Avant, ein klassisches Familienauto. Der Audi A6 Avant 50 TDI quattro fällt da bereits wegen der starken Motorisierung heraus, wenn nicht dann, spätestens mit dem Testwagenpreis von 108.020,00 Euro. Für wen ist der A6 Avant also auch noch heute die ideale Wahl?

Audi A6 Avant 50 TDI quattro Heckansicht

Im Vergleich eindeutig der Teuerste

Auch im Vergleich mit der Konkurrenz aus München und Stuttgart, gönnt sich Audi hier einen ordentlichen Aufpreis von rund 20.000 Euro. Da lässt sich bei den anderen ein nochmals stärkerer Motor verbauen und man spart noch immer knapp 10.000 Euro. Da fragt man sich auch schnell, wo zeigt sich dieser Mehrpreis schlussendlich im Auto selbst? Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Audi A6 Avant 50 TDI quattro

Lohnt sich der V6-Turbodiesel oder reicht der 4-Zylinder-Diesel?

Der Vorteil des teuren Kombis aus Ingolstadt, er hat wirklich so gut wie alles an Board, was die Audianer derzeit anbieten. Das ist mit dem 3,0-Liter V6 Turbodiesel etwa auch das 48-Volt-Bordnetz mit Mild-Hybrid-Technik. So kann der Motor durch seinen RSG in einem Geschwindigkeitsbereich oberhalb von Stadtgeschwindigkeit gut und gerne 40 Sekunden abgeschaltet werden. Der Wagen rollt dabei geräuschlos vor sich hin und der RSG betreibt alle Nebenaggregate weiter. Im Mix zieht sich der V6 dabei 7,1 l/100km durch die Brennräume. In der Stadt allerdings kann man, bei cleverer Fahrweise auch auf 5,4 l/100km kommen. Erstaunlich aber wahr. Insgesamt ist der 4-Zylinder (etwa mit 190 PS) deutlich quirliger und lebendiger als der numerisch überlegene V6-Diesel mit 286 PS (620 Nm). Die neuen EU-Auflagen verschieben die Drehmoment-Kurve so weit, dass der Antritt eher etwas mau ausfällt.

Audi A6 Avant Detail

Zurück zum Familien-Thema. Da kann der Kombi vor allem gut was wegstecken. 565 bis 1.680 Liter Kofferraum und eine maximale Zuladung von 670 Kilogramm sind ordentlich. Wem das nicht reicht, der kann noch 2.000 kg an Zuglast hinzufügen. Ebenfalls clever gemacht ist die Verstaumöglichkeit unter der Kofferraumabdeckung. Dort passen alle Verzurrmöglichkeiten sicher aufgeräumt hin.

Leiser Innenraum – aber Augen auf bei der Felgenwahl

Der Innenraum ist darüber hinaus – gegen Aufpreis – so gut wie komplett isoliert. Abgesehen von der Heckscheibe bietet Audi rundum Akustikglas an. Das schluckt viele Störgeräusche und das eben auch auf der Rückbank. Soll es doch mal wieder laut sein, wummert die 1.820 Watt starke B&O Anlage bis in die letzte Ecke. Mittels der optionalen Luftfederung kann man entspannen. Das Fahrwerk schluckt so gut wie jeden Stoß, allerdings hängt es auch ein wenig von der Bereifung ab. Empfehlenswert ist da mit 19 Zoll vielleicht guter Mix aus Optik und Komfort. Denn die verbauten 20 Zöller sind schon mehr in der sportlichen als ruhigen Familienrichtung unterwegs.

Text/Fotos: Fabian Meßner

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