Ford Focus ST Turnier Diesel Langzeittest

Ford Focus ST Turnier Diesel Front

Kann ein Diesel sportlich sein? Der Ford Focus ST Turnier Diesel meint ganz klar, ja. Auf den vermeintlich „echten“ ST fehlen ihm zwar ein paar Zutaten, dennoch liefert der Focus ST Diesel, was er verspricht. Wenn auch gleich er emotional, nicht ganz mit dem Benzin-Modell mithalten kann. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Ford Focus ST Turnier Diesel

Fast keine Kompromisse im Focus ST Turnier Diesel

Eigentlich bekommt man im Diesel ST fasst alles, was es auch im Benziner ST gibt. Mit einer essentiellen Ausnahme: die lobenswerte mechanische Quersperre bleibt dem Benziner vorbehalten. Wählt man dann noch den Turnier, dann fällt auch das clevere adaptive Fahrwerk raus. Dafür punktet der Kombi mit viel Ladevolumen und cleveren Verstauungsmöglichkeiten. Eben typisch durchdachte Alltagslösungen. Ohne Kompromisse.

Ford Focus ST Turnier Diesel Schaltgetriebe

Ein Schaltgetriebe zum Verlieben

Das Herzstück des Focus ST Turnier Diesel ist ganz klar, das knackige 6-Gang-Schaltgetriebe sowie die präzise und direkte Lenkung. Angetrieben wird das Modell von einem 2,0-Liter Turbodiesel, welcher 190 PS sowie ein maximales Drehmoment von 400 Nm abliefert. Statt der Quersperre muss der Diesel mit dem Torque Vectoring per Bremseingriff klar kommen. Was auch hilft, allerdings nur im Bereich von Querbeschleunigung. Durch die Kurve hilft der präzise Bremseingriff mit einem leichten Eindrehmoment. Auf der geraden Strecke drehen die Räder besonders bei schlechter Witterung gerne auch mal bis in den dritten Gang durch.

Ford Focus ST Turnier Diesel 19 Zoll Felgen

Das Fahrwerk ist einem ST absolut würdig

Dabei punktet generell die mechanisch gut aufgestellte Vorderachse. Zwar drehen die Räder durch, aber das typische „Stempeln“ bleibt aus. Wenn auch gleich die Fahrmodi bei einem Schaltwagen für keine großen Unterschiede sorgen sollten, behält sich der Focus ST Diesel die volle Leistungssentfaltung für den Sport-Mode vor. Dann strotzt er auch mit Potential, was zwar noch Luft nach oben zum Benziner lässt, sich insgesamt aber definitiv sehen lassen kann. Als Fahrer ist man dabei mit den guten Sportsitzen, der präzisen Lenkung und dem knackigen Schaltgetriebe mit Schaltweg-Verkürzung sehr gut in das Geschehen integriert. Geht man es dann wieder ruhiger an, genehmigt sich der Diesel im Drittel-Mix zwischen 5,2 bis 5,7 l/100km.

Text: Fabian Meßner

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