Digitale Spiegel? Lexus ES zeigt, wie es richtig geht

Von all den Bauteilen eines Autos sind Außenspiegel wohl das letzte, was man noch groß weiterentwickeln kann. Und dennoch wird es immer mehr Realität. Dabei ist nicht jede Innovation auch eine gute. Will man allerdings unbedingt die Außenspiegel weiter entwicklen, dann sieht man im Lexus ES 300h, wie man es derzeit richtig macht. Denn zumindest im ersten Test überzeugen die digitalen Außenspiegel, vor allem mehr als bisher gezeigte Modelle.

Best of Three! Der Lexus ES mit digitalen Außenspiegeln

Im Prinzip gibt es derzeit nur drei Fahrzeuge im europäischen Handel, die überhaupt mit digitalen Außenspiegeln bestellbar sind. Das heißt Kameras und Displays statt klassischem Spiegelglas. Der Honda e ist dabei die Ausnahme schlechthin, denn ihn gibt es nur mit Kameras. Beim Audi e-tron sowie dem Lexus ES kann man wählen. Der erste Test, der digitalen Außenspiegel im Audi e-tron legt dabei eher ein Abraten der Technologie nah. Anders hingegen im Lexus ES, hier gibt es echte Vorteile, auch wenn das gute funktionierende System mit 2.000 Euro Aufpreis gut überlegt sein will.

Die Top-of-the-Line Option

Bestellt man die Luxury Line, die ohnehin teuerste Variante des Lexus ES, kann man sich für 2.000 Euro Aufpreis Kameras statt Spiegel bestellen. Diese projizieren ihr Bild auf zwei 5-Zoll-Displays in den A-Säulen. Im ersten Eindruck der Konkurrenz direkt überlegen, denn die Ergonomie ist bei weitem besser. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Lexus ES mit digitalen Außenspiegeln

Durchdacht und Anwenderfreundlich

Das System funktioniert völlig automatisch und bedient dabei drei grundlegende Vorteile gegenüber dem System von Audi. Die Weitwinkel-Funktion beim Abbiegen, die auch beim Rückwärtsfahren aktiv ist und somit den Toten-Winkel quasi eliminiert. Die wesentlich bessere Ergonomie und nicht zuletzt die besser versteckte Kamera. Denn diese sitzt weit im Gehäuse drin und wird nur bei einem direkten Wasserstrahl überhaupt von äußeren Einflüssen eingeschränkt. Dabei geben die Hilfslinien – am Besten zu sehen im Video – einen Hilfestellung für den alltäglichen Verkehr. Egal ob man in der vorwärts oder rückwärts Bewegung ist.

Kritik muss sich Lexus allerdings dafür gefallen lassen, dass das System nur in der teuersten Fassung überhaupt möglich ist. Zudem wäre eine zumindest leichte Arretierung der zwei Bildschirme eine Möglichkeit gewesen die Ergonomie noch weiter zu verbessern.

Text: Fabian Meßner

Fotos: Lexus

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