Vibracoustic: Damit E-Autos auch für den Fahrer leise sind

Elektromobilität Nissan Leaf Laden

Elektroautos sind wesentlich geräuscharmer als konventionelle Verbrenner. Doch auch bei E-Autos entstehen Geräusche und Vibrationen, solche die bisher durch den Verbrenner „verdeckt“ blieben. Vibracoustic sorgt dafür, dass man als Fahrer von E-Autos seine Fahrt trotzdem genießen kann. Laut dem Zulieferer für Antriebsstrang- und Fahrwerksteile wird sich dieser Eindruck im Rahmen des Autonomen Fahren sogar noch verstärken.

Elektroautos sind leise – aber erwecken andere Geräuschquellen zum Leben

Ein erstes Beispiel sind die „Grund-„Vibrationen der Elektromotoren. Zum Vergleich ein Verbrenner erzeugt Vibrationen im Frequenzbereich von 20 bis 400 Hertz. Bei Elektromotoren liegt dieser Wert im Bereich von 10.000 Hertz und mehr. Eine Schwingungsfrequenz, welchen Menschen unangenehm ist. Dazu gesellen sich Geräusche, die bisher vom Verbrenner fast oder gänzlich überdeckt wurden. Etwa Abroll- oder Windgeräusche (auch im Niedriggeschwindigkeitsbereich), sowie „neue“ Lärmquellen, welche bisher gar nicht als solche wahrgenommen wurden. Ein Beispiel hierfür wäre der Klima-Kompressor.

Vibracoustic sorgt sich in dieser Hinsicht um die Entwicklung von neuer Schwingungstechnik. Ob sie nun die Schwingungen direkt an der Quelle eliminieren oder dahingehend entgegen wirken.

„Daraus leiten sich teils völlig andere Dämpfungseigenschaften der eingesetzten Produkte ab. Neu entwickelte Lösungen werden dann den gleichen oder sogar höheren Komfort bieten wie heutige Fahrzeuge. Bereits jetzt adressieren zum Beispiel extrem robuste Fahrwerklager oder innovative Luftfedersysteme von Vibracoustic diese neuen Herausforderungen.“ – Dr. Jörg Böcking, CTO von Vibracoustic

 

Das Autonome Fahren auch eine Herausforderung der Akustik

Ein großes Risiko bei den kommenden Entwicklungen sei laut Vibracoustic besonders das Autonome Fahren. Der Passagier kann in diesem Sinne zwar in Theorie entspannt Zeitung lesen, während sein Fahrzeug ihn chauffiert, dies gelingt aber nur ohne störende Einflüsse. Die Fahrwerksabstimmung ist dabei ein essentieller Punkt der Entwicklung. Statt der konventionellen Verbindung von Mensch und Maschine, muss dies entkoppelt werden, Geräusche gedämmt, Stöße gedämpft und Vibrationen gemindert werden.

„Dieser Komfortmodus stellt passive Mitfahrer in den Mittelpunkt. Das ist ein notwendiger Paradigmenwechsel, damit autonomes Fahren überhaupt als angenehm empfunden wird. Bereits heute bieten schaltbare Luftfedersysteme eine Vielzahl von Abstimmungsmöglichkeiten.“ – Dr. Jörg Böcking

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