VW Caddy 5 „Move“ 2.0 TDI Test: Quadratisch, Praktisch, Gut?

VW Caddy 5 Costa Azul Metallic Front

Der Caddy ist nach wie vor eine Bank, wenn es um ein praktisches Auto für Familien geht. Die nunmehr fünfte Generation hat einige Neuerungen zu bieten, macht dafür aber auch an anderen Stellen etwas anders. Überwiegt die positive Neuerung oder gibt es doch noch Dinge, die der alte besser kann? Mehr dazu auch im Video-Fahrbericht des VW Caddy 5 Move als 5-Sitzer mit 122 PS Dieselmotor.

Video-Fahrbericht VW Caddy 5 „Move“ 2.0 TDI (90 kW)

Caddy sitzt nun auf MQB evo Plattform

Eine große Neuerung ist der Wechsel der Plattform. Statt PQ-35 baut der Caddy nun auf der aktuellen MQB evo und nutzt daher auch die entsprechenden Motoren sowie Technik. Allerdings nicht in vollem Umfang, wie man es von anderen Konzern-Modellen kennt. So ist das Infotainment-System zwar gleichermaßen aufgebaut, bietet aber weniger Tiefe. Was sich als an und für sich positiv herausstellt, denn es mindert die Ablenkung. Ein Dorn im Auge wird dem einen oder anderen Familienoberhaupt vielleicht der Mittelsitz sein, der nun ohne ISOFIX auskommen muss. Wenn auch gleich nur die wenigsten drei Kindersitze in einem Caddy unterbringen, die Möglichkeit es einfach zu gestalten ist mit dem Neuen dahin.

VW Caddy 5 Costa Azul Metallic Heck LED Rückleuchten

Sparsamer 2.0 TDI

Dafür punktet er nun mit wesentlich mehr Fahrkomfort, Ruhe und Gelassenheit. Der 122 PS Turbodiesel läuft seelenruhig, kaum bemerkbar und nimmt sich mit 4,7 bis 5,2 l/100km auch nicht viel für das über 1,7 Tonnen Modell. Der Aufpreis für den Ergo-Comfort-Sitz lohnt sich dabei in jedem Fall. Langes Sitzen wird somit wesentlich angenehmer und man steigt auch nach zähen Touren ohne Rückenschmerzen aus.

Assistenten (fast) wie bei den ganz Großen

Aber es gibt auch Tücken, etwa beim Wörtchen „Travel Assist“. Heißt genauso wie in anderen Modellen, umfasst allerdings wesentlich weniger. Zwar hilft der Caddy beim Stop-and-Go-Verkehr, passt beim Ausparken auf und warnt vor Verkehr im Toten Winkel. Hingegen etwa die automatische Verkehrszeichen-Übernahme im ACC überlässt er dann doch den anderen (teureren) Konzernmodellen. Der Lane Assist, serienmäßig im neuen Caddy, kann dabei problemlos mit den ganz Großen mithalten.

Text/Fotos: Fabian Meßner

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