Porsche Macan GTS Test: hier und da ein wenig verbessert

2020 Porsche Macan GTS Heck kreide

Wem S zu wenig und Turbo zu viel ist, der fährt vermutlich mit dem Porsche Macan GTS am Besten. Das Gran Turismo Sport Modell vereint Langstrecken-Qualitäten mit sportlichem Charakter. Dabei ist er primär einfach schneller als der Macan S, vor allem aber auch etwas spitzer abgestimmt und nicht zuletzt profitiert er vom besseren Antrieb mit dem 2,9-Liter V6 Biturbo.

Schwächste Ausbaustufe des 2,9-Liter V6 Biturbo

Letzterer kommt mit mehr Leistung im Macan Turbo zum Einsatz. Wesentlich mehr Leistung. Mit 380 PS (520 Nm) ist die Ausbaustufe die schwächste überhaupt des für ansonsten weit über 500 PS fähigen 2,9-Liter V6 Biturbo. Dennoch bringt er das mit, was einen GTS ausmachen sollte. Ansprechverhalten, Spritzigkeit und Durchzug. All das verdankt der Macan GTS quasi den zwei Turboladern. War doch im Vorgänger noch der alte V6-Motor mit nur einem Lader verbaut. Die Werte sind also nicht immer alles, auch wenn diese selbstverständlich besser sind als zuvor. Zwanzig PS mehr Leistung, zwanzig Newtonmeter mehr Drehmoment und mit optionalem Sport Chrono nimmt der neue dem alten auf dem Standardsprint mal locker drei Zehntel ab.

2020 Porsche Macan GTS

Porsche Macan GTS profitiert vom Biturbo-Motor

Im Grunde ist es einfach der Motor selbst, welcher den Macan GTS so viel besser macht als den Macan S. Dynamischer egal aus welchem Drehzahlbereich heraus und das auch ohne den ansonsten notwendigen Druck auf den Sport Response Button. Dabei tut man gut daran sich die optionale PSCB – Grauguss-Bremse mit Wolframcarbidbeschichtung – in den Wagen bauen zu lassen. Ein ähnliches Leistungsniveau wie die immens teuere Keramikbremse bei bezahlbarem Aufpreis und nicht ganz so hohem Hitzeniveau für die optimale Bremsleistung. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Porsche Macan GTS

Insgesamt steht der Name GTS wie gehabt für das, was man erwartet. Lange Strecken sind kein Problem, auch eine kurze Kurvenhatz ist kein Thema. Als Fahrer hat man bei beiden Themen wahlweise den gewünschten Komfort oder die notwendige Verbindung zum Fahrzeug.

Text/Fotos: Fabian Meßner

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