Das Essentielle des neuen Mercedes-Benz GLS (X167)

Vor knapp zwei Wochen hat der neue Mercedes-Benz GLS seine Weltpremiere auf der New York Auto Show gefeiert. Die Frage nach der Weltpremiere ist, was hat Daimler hier essentiell an Neuheiten gezeigt, was kennt man schon vom kleineren GLE und gab es noch eine große Innovation, die es festzuhalten gibt?

Der neue GLS ist größer

Wie nicht anders zu erwarten ist der GLS gewachsen. 77 Millimeter in der Länge (5.207mm), 22 Millimeter in der Breite (1.956mm). Der Radstand (3.135mm) legt um 60 mm zu, was dem Fond und weniger der dritten Sitzreihe zu Gute kommt. Drei elektrische Sitzreihen ermöglichen ein Kofferraumvolumen von bis zu 2.400 Liter. Optional gibt es auch eine 6-Sitzer-Variante (siehe dazu auch BMW X7). Lobenswert zu erwähnen: Mercedes-Benz verlangt dafür keinen Aufpreis.

Multibeam LEDs verbaut man serienmäßig im GLS

Weiter mit dem BMW X7 vergleichbare Features sind etwa das Umlegen aller Sitze auf Knopfdruck, die 5-Zonen-Klima, Sitzheizung und USB-Ports bis in die letzte Reihe, sowie die serienmäßige elektrische Verstellung auf allen Sitzen. Eine Besonderheit ist das MBUX-Fond-Entertainment, welches auf zwei 11,6 Zoll große Touchscreens setzt. Als weiteres Alleinstellungsmerkmal zählt wohl auch das serienmäßige Multibeam LED (zumindest bei den bisher vorgestellten Modellen). Das in seiner Technik aber auch nicht weiter entwickelt wurde und wie etwa in der S-Klasse über insgesamt 112 LEDs pro Scheinwerfer verfügt.

EQ Boost nun auch für den V8-Benziner

Wer sich einen Benziner bestellt kann auch vom bereits im GLE getesteten E-Active Body Control Fahrwerk (ansonsten Luftfederung serienmäßig) profitieren. Denn alle Benziner verfügen über einen ISG und somit den EQ Boost als auch das notwendige 48-Volt-Bordnetz. Neben dem GLS 450 4MATIC mit 367 PS (270 kW) Reihensechszylinder mit 500 Nm Drehmoment (EQ Boost: 16 kW; 250 Nm) feiert auch der Einzug des EQ Boost beim V8-Benziner seine Weltpremiere. Der GLS 580 4MATIC ist der erste elektrifizierte V8-Benziner, der so bei einer Leistung von 489 PS (360 kW) und 700 Nm ebenfalls von EQ Boost (16 kW; 250 Nm) profitiert. Für Europa wird allerdings der GLS 350d mit 210 kW (600 Nm) und der GLS 400d mit 243 kW (700 Nm) wesentlich interessanter. Beide Diesel-Aggregate erfüllen durch einen zweiten SCR-Kat (AdBlue: 31,6 Liter) bereits die Abgasnorm Euro 6d.

Die große Neuerungen ist also lediglich der EQ Boost im Fall des 4,0-Liter V8 Biturbo Motor. Hinzu kommt vielleicht das wohl serienmäßig beste Licht auf dem Markt als die dezent größeren Touchscreens für das Fond-Entertainment. Die große Überraschung bleibt aus. Bestellt werden können zudem hierzulande vorerst auch nur die zwei Diesel-Modelle. Der GLS 350d 4MATIC startet bei 85.923,95 Euro und der GLS 400d 4MATIC startet bei 90.386,45 Euro.

Fotos: Daimler AG

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