BMW investiert in Solid-State-Battery Unternehmen Solid Power

Noch kurz vor Weihnachten hat BMW den Vierzylinder in München nicht nur in Form einer Batterie beleuchtet, sondern auch in Solid Power investiert. Das Unternehmen in Colorado versteht sich auf die Entwicklung der Solid-State-Battery oder auch Festkörper-Batterie. Die Investitionssumme ist leider nicht bekannt, wohl aber, dass sich BMW damit einen Vorteil erarbeiten könnte.

Viele Vorteile aber noch keine Serienreife

Noch sind die Festkörper-Batterien nicht serienreif. Erst im nächsten Jahrzehnt ist damit in neuen E-Fahrzeugen zu rechnen. Die enormen Vorteile bei Reichweite und Leistung sowie Gewicht lassen aber schon jetzt hoffen. In einem Statement seitens BMW wurde klar, man investiert in Solid Power, um die Technologie zu besitzen, welche es erlaubt mehr Performance in High-Performance Elektrofahrzeuge zu bringen. Nun muss damit nicht unbedingt ein Elektro-Supercar gemeint sein, auch ein künftiges äquivalent zum (fast) schnellsten 5er oder gar M5 kann damit abgedeckt sein.

Klaus Fröhlich, Chef der Entwicklung bei BMW, bremst aber die Euphorie. Vor 2025 wird man kein Serienfahrzeug zeigen und die Massenproduktion wird kaum vor 2030 starten. Ein Grund dafür ist auch die fortbestehende Verbesserung der Lithium-Ionen Batterien, welche alle zwei oder drei Jahre in der Energiedichte um 30 Prozent verbessert werden und auch im Preis fallen.

Für den Moment Fokus auf Lithium-Ionen Batterie

Für den Moment beschäftigen sich nur ein paar Ingenieure in der R&D Abteilung mit den Festkörper-Batterien. Denn BMW legt den Fokus für die nächsten Jahre auf „produktionsbereite“ Technik für E-Fahrzeuge. Beispiel BMW i3, welcher mehr als vier Jahre gebraucht hat, um die 200.000 Stück Schwelle zu passieren. Etwa die Hälfte der Fahrzeuge wurden dabei in diesem Jahr gefertigt. Bis 2025 sollen 25 elektrische oder teil-elektrische (Plug-in Hybrid) Fahrzeuge im Lineup stehen. PHEV-Modelle gibt es dabei aktuell gerade eine Handvoll mit dem 2er Active Tourer, 3er Limousine, 5er Limousine, dem 7er und dem X5. Der BMW i3 und i8 werden künftig wohl von einem elektrischen MINI und dem elektrischen X3 (ab 2020) flankiert.

Kompaktes Elektro-Modul: Bosch e-Achse

In Zukunft wird die gesamte elektrische BMW Flotte auf einem Baukasten (siehe Bosch e-Achse) basieren. Der E-Motor ist samt Getriebe und Hochvolt-Elektronik ein modulares Kit. Dazu kommt der Battery-Pack, welche passend jedem Modell (Reichweite / Leistung) zugeschnitten werden kann. Je nach SUV oder Limousinenform variieren die Battery-Packs vor allem in ihrem Profil. Ein hohes Profil (mehr Reichweite und Leistung) für die SUV und ein niedriges Profil für die Limousinen.

Neuer BMW i8 bringt die vierte Generation der BMW-Batterien

Mit dem neuen i8 Coupé und i8 Roadster rollt die vierte Generation der Battery-Packs in BMW Fahrzeugen auf die Straße. Die voll Modulare fünfte Generation hat man quasi schon mit dem Vision Dynamics Concept auf der IAA 2017 im Herbst gezeigt. Eine rein elektrische Sport-Limousine mit rund 600 Kilometer Reichweite und knapp vier Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Durch-Bescheunigen soll dann bis 200 km/h möglich sein.

Mit den neuen Modellen will man vorerst bei einer 400 Volt Technik bleiben, aber mit 150 kW Aufladen. Aber laut Fröhlich ist der Wechsel zur 800 Volt Technik (siehe Porsche Mission E) kein großes Problem für BMW. Künftig geht man vor allem dem Apple Ansatz nach. Dazu forscht man nahe München an der Zelle, gibt für Zulieferer die Richtlinien vor und lässt dann in großem Stil außerhalb fertigen.

Quelle: caranddriver

Fotos: BMW

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