Ford Ranger Raptor Fahrbericht

Der Ford Ranger ist die dominierende Pick-Up Größe in Europa. Nun wurde der Marktführer auch mit einem speziellen Zusatz versehen. Allerdings bringt der Name „Raptor“ auch große Erwartungshaltungen mit sich, denn eigentlich ist es die Hausmarke für den extremen Ford F-150 Raptor. Warum der Ford Ranger Raptor trotzdem nicht zu unterschätzen ist, mehr dazu im Fahrbericht.

Ford Ranger Raptor Seitenansicht

Vom Ranger zum Raptor

In erster Linie erwartet man durch den Namen schon sehr viel. Das liefert er auch bereits optisch. Über fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit und mehr als 15 Zentimeter mehr Spurbreite als der normale Ranger. Massive Offroad-Stollenreifen von BF Goodrich, die allerdings dem europäischen Terrain Zeugnis ablegen. Denn diese Pneus sind äußerst leise auf normalem Asphalt. Überraschend leise. Der Unterboden wurde zusätzlich mit dicken Alu-Platten verkleidet, am Heck hat man für mehr Verschränkungsmöglichkeit durch ein Watt-Gestänge gesorgt und nicht zuletzt spricht der Innenraum eine deutliche Sprache.

Ford Ranger Raptor grau

Fahreindruck des Ford Ranger Raptor

Die Ernüchterung folgt mit dem Motorstart. Was den großen Bruder ausmacht, bleibt hier unverändert. Denn angetrieben wird der Ranger Raptor vom selben, zweifach aufgeladenen 2,0-Liter EcoBlue wie auch ein normaler Ranger. Somit stehen 213 PS (500 Nm) für die Offroad-Partie parat. Der Biturbo-Diesel tritt kräftig aus dem Drehzahlkeller an, die 10-Gang-Automatik setzt dafür auf die passende Welle. Doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, hier sollte ein anderer Motor rein. Immerhin bietet man den Ranger Raptor außerhalb von Europa auch mit einem Benziner an. Der eventuell mehr zum Charakter passen würde.

Ford Ranger Raptor Frontansicht

Denn insgesamt ist der Ranger Raptor weniger Arbeitstier als seine zivilen Brüder. Weniger Nutzlast und weniger Anhängelast sind die Folge der Umbauten für den „Baja-Einsatz“ im europäischen Gebiet. Dafür kümmert es den Ranger Raptor auch nicht weiter, entscheidet man sich „vom rechten Weg“ abzukommen, in die Wälder hinein und sich dort etwas flotter umzuschauen. Dafür sind die elektronischen Systeme und die Hardware abstimmt. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Ford Ranger Raptor

Text/Fotos: Fabian Meßner

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