Weltpremiere des Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+

Mercedes-Benz GLE 53 4MATIC+ Front

Die Baureihe des Mercedes-Benz GLE bekommt Zuwachs in Form der ersten Ausbaustufe mit Affalterbacher Input. Der neue Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ basiert auf dem Reihensechszylinder und bringt mit 320 kW ordentlich Leistung auf die Straße. Aber auch diverse Neuerungen wie etwa den bekannten Panamericana-Grill mit 15 vertikalen Streben, den Mercedes-AMG nun scheinbar auch unterhalb der Topmotorisierung einsetzt.

Mercedes-Benz GLE 53 4MATIC+ Panamericana-Grill

3,0-Liter Reihensechser mit EQ Boost

Das Herzstück ist der 3,0-Liter Reihensechser mit Abgasturbolader und elektrischem Verdichter. Die maximale Leistung beträgt 435 PS (320 kW) und sein Drehmoment von 520 Nm stellt er über ein breites Plateau zur Verfügung. Durch das 48-Volt-Bordnetz ist aber auch der EQ Boost mit 16 kW Boost-Leistung bzw. 250 Nm Drehmoment nie außer Acht zu lassen. Der Startergenerator (ISG) vereint Anlasser und Lichtmaschine in einem Elektromotor, welcher zwischen Motor und Getriebe sitzt. Der Sprint auf 100 km/h gelingt somit in 5,3 Sekunden, abgeriegelt wird der GLE 53 elektronisch bei 250 km/h. Durch den elektrischen Verdichter umgeht man „lange Wartezeiten“ beim Aufbau des Ladedrucks des Abgasturbolader. Somit bietet das Triebwerk ein äußert dynamisches Ansprechverhalten.

Mercedes-Benz GLE 53 4MATIC+ Heck

Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ mit vollvariablem Allradantrieb

Durch die Leerlaufregelung kann der EQ Boost allerdings auch auf anderer Seite zum Sprit sparen genutzt werden, während das Aggregat völlig abgeschaltet im Ruhezustand auf den nächsten Einsatz wartet. Geschaltet wird über die von AMG verfeinerte 9-Gang-Automatik, während die Kraftübertragung über das vollvariable Allradsystem 4MATIC+ stattfindet. Die Hinterachse wird dabei permanent angetrieben, die Vorderräder bei Bedarf und vollvariable hinzugeschaltet.

Wankstabilisierung auf 48-Volt-Basis

Beim Fahrwerk baut man auf der Luftfederung von Daimler auf. Zudem nutzt man mittels des 48-Volt-Bordnetz auch die Wankstabilisierung mit elektromechanischen Aktuatoren an Vorder- und Hinterachse. Automatisch ab 120 km/h oder in den Programmen Sport, Sport+ senkt sich die Karosserie um 15mm ab. Auf Knopfdruck kann die Karosserie auch um 55mm angehoben werden, um schlechte Wege zu befahren.

Mercedes-Benz GLE 53 4MATIC+ Offroad

Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ mit größeren Bremsen und 20 Zoll Felgen

Damit das doch durchaus große und schwere Fahrzeug kontrollierbar bleibt wurden auch die Bremsen angepasst. Die Integralbremsscheiben vorne messen 400x36mm, hinten 345x25mm im Durchmesser. Allerdings sind die 2-Kolben-Festsättel vorne sowie 1-Kolben-Faustsättel hinten doch eher zart bemessen. Die bekannten Fahrmodi werden zudem um die neuen Modi Trail und Sand erweitert. Trail steht dabei für sicheres Fahren auf weichem, schlammigen oder rutschigem Untergrund. Und das Programm Sand ist wohl selbsterklärend. Dabei rollt der GLE 53 ab Werk schon auf 20 Zoll Felgen, kann optional aber auch bis zu 22 Zoll Bereifung tragen. Ansonsten orientiert sich der Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ abgesehen vom AMG Interieur als auch Exterieur stark am bereits vorgestellten GLE. Der mb passion blog bietet hierzu noch weitere detailreiche Informationen.

Mercedes-Benz GLE 53 4MATIC+ Cockpit Mercedes-Benz GLE 53 4MATIC+ Sitze

Fotos: Mercedes-AMG

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