Exklusive Sitzprobe im neuen BMW 7er (G11/G12 LCI)

BMW 7er Facelift 2019 G11 / G12 LCI

Nach dem Flaggschiff-SUV folgt nun auch die Überarbeitung der Flaggschiff-Limousine. Dabei übernimmt das LCI des BMW 7er, vieles, was sich bereits am neuen X7 zeigte. Für ein vermeintliches Facelift zeigt sich dies vor allem direkt an der Front: zwei große Nieren, die in einem Chromrahmen zusammengefasst sind. Fünfzig Prozent größer als zuvor und zugleich fünf Zentimeter nach oben gezogen. Bericht einer ersten exklusiven Luxus-Sitzprobe.

BMW 7er G12 LCI

BMW 7er G11/G12 LCI: viel Chrom oder kein Chrom

Eindruck machen, dass ist der Auftrag der Luxus-Limousinen. Sobald man vorfährt, sollen alle wissen, hier sitzt jemand wichtiges drin. Das gelingt durch den nun deutlich imposanteren Auftritt des BMW 7er auf jeden Fall. Für ein LCI hat sich ungewöhnlich viel an der Front getan. Faktisch ist er mit dem Modell, auf welchem er basiert, so gar nicht zu vergleichen. Neben dem imposanten Grill hat man auch den unteren Teil der Frontschürze entschlackt, klarer gezeichnet und durch Chrom-Linien definiert. Diese lassen sich übrigens im Rahmen des M Sport Paket mit einer erweiterten Shadow-Line komplett durch schwarz Hochglanz bzw. Schwarzchrom ersetzen.

BMW 7er G12 LCI 3/4 Ansicht

An der Seitenlinie würde so auch das liegende L des Air Breather als schwarze Zierleiste verschwinden. Wobei sich je nach Grundlackierung so auch andere Highlights setzen lassen. Am Heck findet sich ein dicker Chromstab, der sich in ähnlicher Form auch am neuen X7 zeigt. So wird die Breite weiter gefördert, auch durch die dauerhaft beleuchteten Rückleuchten untermalt. Sie leuchten nun ab dem Motorstart als Tagfahrlicht. Ein Leuchtstreifen unter dem Chromstab stärkt die Breitenwirkung mit dem darunter liegenden zweiten Teil der Rückleuchte. Ausgeschaltet ist nun alles in rot oder schwarz, erst bei aktivem Blinker zeigt sich noch eine andere Farbe.

BMW 7er G12 LCI Heckansicht

Dezente Aufwertung im Innenraum des BMW 7er G11/G12 LCI

Innen wertet man das Cockpit durch neue und mehr Steppungen im Merino-Leder auf. Zudem gibt es ab Werk bereits das Live Cockpit Professional mit einem 12,3 Zoll digitalen Kombiinstrument und einem 10,25 Zoll Infotainment-Screen. Die induktive Ladeschale ist von der Armlehne in den vorderen Teil der Mittelkonsole verlegt worden und die Fahrer-Assistenz-Systeme auf das aktuelle Niveau bei BMW. Premiere feiert allerdings in Verbindung mit dem Parkassistent eine Art Dashcam, welche automatisch im Fall eines Crash die aufgezeichneten Bilder speichert und so zur Unfallanalyse bereitstellt.

BMW 7er G11 LCI Cockpit

Der Fond ist ebenso aufgewertet worden. Ab Werk steht eine 3er Sitzbank ohne Verstellmöglichkeiten bereit, sowie optionale eine mit Verstellungen in Neigung und Länge. Beide für Kurz- und Langversion. Nur für die Langversion steht die Verstellung des Beifahrersitzes mit Fußauflage für das Fond bereit. Dieses als 3er-Sitzkonfiguration oder Luxus-Variante mit 2er Sitzgarnitur und kräftiger Mittelkonsole. Darunter kann sich auch etwa ein Klapptisch verstecken oder der Champagner-Kühler zwischen den Einzelsitzen. Letztere lässt sich dabei bei Bedarf vom Kofferraum aus entfernen, sollte das volle Ladevolumen von 530 Liter benötigt werden. Die Media-Displays sind nun auch grundlegend Touchscreens.

BMW 7er G12 LCI Fond

Video: Exklusive Sitzprobe BMW 7er Facelift (G11/G12 LCI)

Überblick zu den Motoren des BMW 7er Facelift (G11/G12 LCI)

Bei den Motoren überarbeitet man, was notwendig war. Etwa um die neuen Abgasnormen zu erfüllen. Somit bleibt auch der V12-Motor im 760i erhalten, allerdings mit Otto-Partikelfilter in der Leistung dezent auf 585 PS gehemmt. Außerhalb von Europa bringt er weiterhin 610 PS. Aus dem BMW X5 übernimmt er den bereits vorgestellten Plug-in Hybrid als 745e auf Basis des Reihensechser. Der 740i ist nun auch optional mit Allrad bestellbar, liefert mit seinem Reihensechszylinder 340 PS aus. Etwas kräftiger geht es mit dem 4,4-Liter V8-Biturbo im 750i (530 PS) zu. Dank Allradantrieb beschleunigt die Luxuslimousine in nur 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Bei den Dieselmotoren hat sich hinsichtlich der Leistung nichts verändert.

Text: Fabian Meßner

Fotos: BMW (Titelbild: Fabian Meßner)

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