Jaguar E-Pace P250 AWD Fahrbericht

Jaguar E-Pace P250 AWD R-Dynamic Heck

Ein kompaktes SUV mit den Genen eines Sportwagen. So oder so ähnlich lautete wohl der Entwicklungsauftrag zum Jaguar E-Pace. Es ist klar ein SUV, doch es ist auch klar ein Jaguar. Viele Ähnlichkeiten zum Sportwagen F-Type legen nahe, dass hier mehr darunter steckt als ein weiteres Derivat von Jaguar Land Rover. Fahrbericht des Jaguar E-Pace P250 AWD.

Was bedeutet der Name des Jaguar E-Pace P250 AWD?

Hinter dem Namenszusatz P250 AWD versteckt sich die genaue Antriebsbezeichnung. Ein aufgeladenen 2,0-Liter 4-Zylinder mit, wie der Name es schon (fast) verrät, 249 PS Leistung. Der letzte Teil mit AWD steht für die einzelne Lamellenkupplung, die aus dem effizienten Frontantrieb auch blitzschnell einen Allradantrieb machen. Einzige Ausnahme ist der Zusatz AWD bei den Top-Motorisierungen, denn mit der Active Driveline gibt es gleich zwei Lamellenkupplungen auf der Hinterachse und damit auch bis zu 100% des Moments auf nur ein Hinterrad.

Jaguar E-Pace P250 AWD R-Dynamic

Dynamische Abstimmung des Allradsystems

Doch bereits die normale Allrad-Variante leitet des Öfteren Moment an die Hinterachse. Weitaus mehr als vergleichbare Konkurrenzmodelle. Zum einen ist es spürbar, zum anderen auch nachvollziehbar im serienmäßigen 10 Zoll Touchscreen. Somit ist der Jaguar E-Pace P250 AWD definitiv nicht nur ein Blender, sondern kann auch mit seinem spontan drehenden Vierzylinder und dem agilen Antrieb, sowie dem straffen Fahrwerk für sportliche Launen sorgen. Einziges Hindernis des ansonsten quirligen Antrieb mit dem Drehmoment-Plateau von 365 Nm zwischen 1.200 und 4.500 Touren ist die 9-Gang-Automatik.

Fahrspaß-Bremser: die 9-Gang-Automatik

Der Software-Stand der von ZF zugelieferten Automatik scheint noch auf Land Rover Niveau zu sein. Manchmal sind die Schaltvorgänge ruppig, unabhängig der Außen- oder Motortemperatur oder auch einfach nur zu langsam. Selbst im Dynamic-Modus hängt man im Kurvenausgang im Drehzahlkeller im falschen Gang fest. Auch die manuelle Variante an den Schaltwippen hilft nur bedingt, denn der Gangwechsel ist trotzdem leicht verzögert.

Jaguar E-Pace P250 AWD

Davon abgesehen ist der Jaguar E-Pace eine willkommene Abwechslung mit dem vom F-Type inspirierten Design. Ähnliche Leuchten, großer Grill und eine kräftige Schulter. Durch die zusätzliche Anlehnung an ein Coupé ist der E-Pace ein Hingucker, allerdings auch kein Raumwunder. Bei knapp 4,40 Meter Länge bietet man in der Konkurrenz innen mehr Platz. Im E-Pace geht es da eher knackig, eng umschlungen, eben sportlich zu. Nicht unbedingt etwas für Jedermann, aber für alle, die einen kleinen Sportwagen in SUV-Form suchen.

Video-Fahrbericht Jaguar E-Pace P 250 AWD

Text/Fotos: Fabian Meßner

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