BMW 1er Facelift 2015 (F20 LCI): ein letztes Mal Hinterradantrieb

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Gestern kündigte BMW schon an, dass heute etwas vorgestellt werden sollte. Etwas revolutionäres und da sollten sie Recht behalten, denn dieses Facelift des BMW 1er könnte genauso eine komplette Modellüberarbeitung – soll heißen für aktuelle Facelift-Standards ist er kaum noch wieder zuerkennen.

Und nicht nur die Rückleuchte ist gewachsen, auch das Motorenprogramm hat sich verändert. Die neue Rückleuchte könnte fast aus dem neuen BMW 7er stammen, so enorm, wie sie gewachsen ist. Auch die Front bekam ein dynamischeres, frischeres Aussehen verpasst und wirkt nun angekommen in 2015. Der Premium-Kompakte ist endlich erwachsen geworden – bleibt nur abzuwarten, was die inneren Werte sagen.

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Neue Drei- und Vierzylinder-Motoren befeuern den neuen BMW 1er sowohl als 3-Türer als auch als 5-Türer. Zum letzten Mal werden diese die Hinterachse antreiben – oder gegen Aufpreis auch alle vier Räder (xDrive); danach wird der neue BMW 1er nur noch auf der Vorderachse angetrieben werden. Es ist also die letzte Chance ein Kompaktfahrzeug mit Hinterradantrieb zu erwerben.

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Sparsamster 1er wird der 116d mit 116 PS (85 kW) sein, denn er soll nur 3,4 l/100km verbrauchen, das entspricht einem CO2-Wert von 89 g/km. Wer dabei nicht manuell durch die sechs Gänge schalten will, kann sich auch das 8-Gang-Automatikgetriebe bestellen. Im 125d, 120d xDrive und im M135i xDrive ist dies serienmäßig. Inzwischen kann das Getriebe auch anhand der Navigationsdaten „intelligent“ schalten.

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Der BMW M135i fährt nun mit dem Motor aus dem 2er Coupé, soll heißen die Leistung liegt auch hier nun bei 326 PS (240 kW); wer den Allradantrieb xDrive wählt kann damit in 4,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Die meisten Modelle sollen laut BMW ein nahezu perfektes Gewichtsverhältnis von 50:50 von Vorder- zu Hinterachse haben. Optional kann ein adaptives Fahrwerk oder ein M Sportfahrwerk geordert werden, sowie eine variable Sportlenkung und eine M Sportbremsanlage – genauere Spezifikationen stehen noch aus. Die radindividuelle Reifendruckanzeige ist nun serienmäßig, auch weil gesetzliche Pflicht, an Board.

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Bei den Sicherheits- und Komfortsystemen wird die BMW 1er Baureihe um eine radarbasierte Geschwindigkeitsregelung erweitertet, die inklusive der Stopp & Go Funktion arbeitet. Das Längsparken soll nun auch in kleineren Lücken möglich sein, sowie das automatische Quereinparken. Eine SIM-Karte ist in allen neuen 1er Modellen festinstalliert, um beste Konnektivität für die Connected Drive Dienste zu bieten. Serienmäßig funkt damit jedoch nur der Notruf und ein TeleServices genannter Dienst. Wer BMW Online und Echtzeit-Staumeldungen nutzen will muss die Abos hierfür abschließen. Immerhin ein Karten-Update ist drei Jahre nach Neuzulassung über die integrierte SIM-Karte kostenlos möglich.

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LED-Tagfahrlicht ist nun Serie, die hiergezeigten Voll-LED Scheinwerfer sind optional erhältlich. Allen neuen BMW 1er ist die neue Niere, und die flachere Scheinwerferform gleich. Klimaautomatik, Regensensor, Radio BMW Professional und das iDrive Bediensystem (6,5 Zoll Display) sind serienmäßig verbaut. Mit den Modellen Sport Line, Urban Line und M Sport können Individualisierungen vorgenommen werden.

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Fehlen nur noch die Preise. Den 116i mit 109 PS gibt es als 3-Türer ab 22.950 Euro, als Fünftürer sind 750 Euro mehr zu berappen. Das Modell M Sport beispielsweise ist ab 27.350 Euro zu haben. Für 26.200 Euro gibt es den schon angesprochenen 116d als Dreitürer, während der Fünftürer mindestens 26.950 Euro kostet. Für 41.900 Euro kann ein M135i als Dreitürer den Besitzer wechseln. Mit xDrive sind es dann 46.050 Euro, die man mindestens anlegen muss.

Fotos: BMW

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