E-Klasse T-Modell (S 213): Weniger Raum ist mehr Eleganz

Mercedes-Benz E-Class Estate (BR 213), 2016

Eine Woche ist die Weltpremiere des Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell (S 213) nun her. Der Kofferraum schluckt noch immer ordentlich, eine Euro-Palette passt zwischen die Radhäuser, doch das gesamte Kofferraumvolumen ist weniger als beim Vorgänger der BR 212. Macht nichts, dafür ist das Design der BR 213 weitaus besser gelungen und auch die Komposition von Business-Limousine und Familien-Nutzlaster ist äußerlich gut geraten.

Mercedes-Benz E-Class Estate (BR 213), 2016

Größer aber doch kleiner

Bis zu 1.820 Liter bietet das neue E-Klasse T-Modell nun. Da können auch wieder ausklappbare Kindersitze in „dritter Reihe“ bestellt werden. Doch wer das Vorgängermodell S 212 kennt, der stutzt nun vielleicht. 130 Liter weniger als zuvor. Punkt. Und das obwohl das gesamte Modell (inklusive Radstand) gewachsen ist. Die Kastenform des S 212 hatte auch seine Vorteile, die der S 213 nun mit Eleganz überspielt. Wird man dieses Ölfass – das sind ungefähr 130 Liter – an Ladevolumen vermissen? Wohl kaum, der Kofferraum ohne umgeklappte Rücksitzbank ist auch nur um 55 Liter geschrumpft. So fasst das E-Klasse T-Modell noch immer 640 Liter.

S 213 E-Klasse Kofferraum

Wo kommt das Defizit her? Die Laderaumbodenlänge ist um 4 mm auf 2.005 mm gewachsen. Oben hingegen misst die Länge nur 1.805 mm. Die Höhe hat um 20 mm auf 819 mm abgenommen. Die Ladekante ist nun auf der Höhe von 58 Zentimeter (+ 14 mm). Es zeigt sich, die Form folgte nicht der Funktion, das neue E-Klasse T-Modell entspricht nicht mehr dem Bauhaus-Stil, wie noch der S 212. Dafür bekommen wir einen ziemlich ansehnlichen Kombi, dem nicht mehr allzu viel auf den schönsten aller Kombis fehlt: dem CLS Shooting Brake. Der wiederum, wie wir bereits wissen, bald eingemottet wird.

Mercedes-Benz E-Class Estate (BR 213), 2016

Neuheiten gegenüber dem Vorgänger

Neu im S 213 ist die Cargostellung der Fondsitze, wodurch sich zusätzlicher Laderaum von 30 Litern ergibt. Die Fondsitze können zudem im Verhältnis 40/20/40 umgeklappt werden, entriegelt werden diese dabei vom Kofferraum aus oder durch einen Knopf in der C-Säule. Die Heckklappe schwingt übrigens bis 2.070 mm nach oben auf. Eine Tiefgarage sollte also mindestens 2,10 Meter in der Höhe messen.

Mercedes-Benz E-Class Estate (BR 213), 2016

Durch die abfallende Fensterlinie entsteht der Eindruck von dynamischer Sportlichkeit. Oder auch die Nähe zum Shooting Brake, wobei der Blick auf das Blech verrät, dass der S 213 trotzdem ein „Nutzlaster“ für Familien bleibt. Und für die sportlichen Transportwege stellt Mercedes-AMG auch das richtige Triebwerk parat. Der E 43 4MATIC verbindet den V6 Biturbo aus dem E 400 mit mehr Druck und setzt so 401 PS (520 Nm) an Leistung frei. Das überbrückt die Wartezeit auf den Dampfhammer aus Affalterbach etwas, auch wenn dieser nochmals 200 Pferde drauflegen wird.

S 213 AMG Line Frontal S 213 Draufsicht AMG Line Mercedes-Benz E-Class Estate (BR 213), 2016 S 213 E-Klasse T-Modell

Fotos: Daimler AG

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