Ersteindruck: der neue Toyota Aygo (2014)

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Der neue Aygo soll jung, komfortabel und effizient sein. Mit kleinen Gimmicks und verspielten Inspirationen versucht Toyota vor allem die jüngere Generation anzusprechen und gibt sich dabei viel Mühe – mit Erfolg?

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Der neue Aygo ist das (nach eigenen Angaben) „Meisterstück“ seines Ingenieurs David Terai. Die 9. Generation dieses kleinen Wagens soll Effizienz und Spaß in sich vereinen. Dabei ist ein großes Augenmerk auf die Individualisierung und Personalisierung gelegt worden. Farben von Karosserie, Details und Innenraum können farblich nach den eigenen Wünschen gestaltet werden. So kann der Aygo je nach Kombinationen von „witzig“ bis „stylisch“ wirken. Das liegt vor allem an der Gestaltung der Grafik, die sich quer über die Front zieht – dem „X“. Inspiriert ist dieser Hingucker von einem Ei, das durch einen Würfel bricht.

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Der Stoff für den Innenraum hingegen trägt den eigenen Namen „Aygo“ versteckt in sich und ebenso den der Farbdesignerin Mai Kato. Das alles im Stil von Japan und Mangas.
Singles und Pärchen sollen sich in dem Kleinen altergerecht wohl fühlen und ich für meinen Teil konnte das in diesem farbenfrohen und stimmigen Raum.

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Die praktischen Aspekte des Aygos sind jedoch nicht vergessen worden: 168 Liter Kofferraumvolumen und damit 29 Liter mehr als in der Generation zuvor, reichen für den Alltag aus und fassen einen mittleren Shoppingtrip ohne Probleme. Weniger Gewicht, eine angepasste Aerodynamik und die Start-Stop-Technologie sorgen unter anderem für den moderaten Verbrauch von 3,8l auf 100 km.

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Luxuriöser wird der Aygo durch schlüsselloses starten, eine optionale Lederausstattung und x-touch. Letzteres kann als Extra um das x-nav ergänzt werden. X-nav konnte von mir selbst allerdings nur in einer Probeversion getestet werden, die leider nicht überzeugen konnte und mehrmals in die Irre führte oder Verkehrsregeln missachten wollte. Dafür bleibt die nette Rückfahrkamera positiver hängen, auch wenn das Kugelfischartige Bild zu Anfang sehr ungewohnt ist.

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Sehr schön: Facebook, Twitter und YouTube bleiben dank Apps in diesem Auto nicht mehr nur auf dem Smartphone.

Das Fahrgefühl im Aygo ist für mich etwas gemischt: Auf der einen Seite bewegt man sich mit einem netten, witzigen Fahrzeug durch die Straßen, auf der anderen Seite klingt alles etwas blechern und fühlt sich unausgereift an. Der Dreizylindermotor könnte zudem ein wenig mehr Zug haben, damit es zackiger im hektischen Stadtverkehr vor sich geht. Obwohl dieses Gefährt günstig und somit für junge Leute realisierbar sein soll, ist der Preis um 12.000 Euro (Basispreis: 9.950 Euro) leider nicht erschreckend günstig, sondern für diese Auto-Kategorie im oberen Mittelfeld.

Nichts desto trotz ist der neue Aygo ganz gewollt ein „playful city car“ und im Bezug auf seinen Vorgänger deutlich hübscher und moderner.

Der Aygo im Bericht auf mein-auto-blog.de.

Text/Fotos: Larissa Rutkowski