All the Way: Fahrbericht neuer Porsche Cayenne S

Für viele ist er kein Porsche. Er ist Fehl am Platz. Und doch ist der Porsche Cayenne seit seiner Einführung 2002 eine Erfolgsgeschichte. Auch die dritte Generation wird diesen Erfolg fortführen, so viel war auch schon vor der ersten Fahrt klar. Nun aber kann man es in Stein meißeln, denn so gut bedient derzeit kein anderer Porsche so viele Felder, wie der neue Cayenne.

2018 Porsche Cayenne S Schulterlinie

Der 3 in 1 Porsche

Er ist leichter, er ist schneller, er ist steifer, er ist intelligenter und vernetzter denn je. Wenn auch nicht jeder es erkennt, selbst die Hülle hat sich verändert. In Summe breiter, länger aber flacher als sein Vorgänger. Zudem mit geschärfter Front und symbolischem Heck für die neue Designsprache aus Zuffenhausen. Die starken Hüften dürfen auch an einem Cayenne nicht fehlen, werden nun zudem durch das große durchgehende Leuchtband am Heck stärker betont. Vorne gibt es nun zudem Matrix-LED, welche die Nacht hell erleuchten und dabei den Gegenverkehr nicht eine Sekunde blenden. Der Fahrer schaut währenddessen auf eine extrem gut ausgeleuchtete Straße.

2018 Porsche Cayenne S Grill

Fahreindruck des neuen Porsche Cayenne S

Bei den Antrieben setzt Porsche zunächst auf zwei V6 und einen V8, alle Turboaufgeladen. Doch die Mittelkonsole verrät durch den „E-Power“ Schriftzug, es werden bald noch mehr Aggregate folgen. Zur ersten Testfahrt stand die mittlere Motorisierung in Form des Porsche Cayenne S bereit. Ein 2,9-Liter V6 Biturbo, inzwischen bekannt, mit 440 PS und 550 Nm maximalem Drehmoment, treibt auch einen rund zwei Tonnen Koloss stattlich voran. Für die härtere Belastung wird im Gegensatz zum Panamera – welcher mit den gleichen Antrieben verfügbar ist – auf eine 8-Gang-Wandlerautomatik statt dem Doppelkupplungsgetriebe gesetzt. Bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast und die Anforderung auch im Gelände niemals aufzugeben, ziehen das robuste Wandler-Getriebe nach sich.

2018 Porsche Cayenne S Heck

Die Schaltvorgänge sind dennoch nahezu ohne Zugkraftunterbrechung. Zudem auch ein Cayenne in den Modi Sport sowie Sport Plus, die Gänge ganz anders wechseln kann. Sportlich knackig schaltet er in diesem Fall auf die nächste Welle und der Vortrieb bleibt ungebrochen. Durch die neue Mischbereifung (hinten breitere Reifen als vorne) wird das große SUV nochmals agiler, dynamischer und nahzue unfassbar kurvenhungrig. Unterstützt wird dies aber zugegebenermaßen durch die optionale Wankstabilisierung.

2018 Porsche Cayenne S Schriftzug

Mit den Genen des Porsche Klassikers 911

Bis zu einer Querbeschleunigung von 0,8g kann der Stabilisator an Vorder- und Hinterachse die Karosserie so in Waage halten. Für den Fahrer bedeutet das schlichtweg mehr Vertrauen in den neuen Porsche Cayenne bei höheren Geschwindigkeiten und Kurvenfahrten. In nicht dynamischer Fahrweise unterstützt das PDCC allerdings auch das hohe Komfort-Niveau, was der Zuffenhausener mit der breiten Spreizung der 3-Kammer-Luftfederung an den Tag legt. Von langen Reisen bis kurze Rennstrecken Ausflüge. Dieser Porsche macht alles mit.

Video-Fahrbericht Porsche Cayenne S

Weitere Bilder des neuen Porsche Cayenne S

2018 Porsche Cayenne S Front 2018 Porsche Cayenne S Lichtband

Text/Fotos: Fabian Meßner

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