Neue S-Klasse fährt ohne Fahrer vom Band im Werk Sindelfingen

Das automatisierte Fahren kommt mit großen Schritten auf uns zu. Als Endkunde bekommt man davon aktuell noch relativ wenig mit und mag es eher als sehr, sehr kleine Schritte einschätzen. Doch es passiert einiges. Etwa im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen, wo die neue S-Klasse ohne Fahrer vom Band fährt.

Pilotprojekt im Werk Sindelfingen

Die Industrie entwickelt sich rasant. In nahezu allen Automobil-Werken auf der Welt fahren Roboter schon alleine durch die Hallen. Meist noch anhand von Magnetstreifen im Boden. Doch die Produktion der neuen Mercedes-Benz S-Klasse (W222 MoPf) geht noch einen Schritt weiter. Statt der üblichen ersten Fahrt vom Band, wofür sonst ein Mitarbeiter zuständig ist, fährt sich die S-Klasse selbst vom Band.

Heute vom Band auf den Zug – Morgen direkt zum Kunden

Für gewöhnlich fahren eben Mitarbeiter die neuen Fahrzeuge an den Verladeplatz und werden dann per Shuttle zurück ins Werk transportiert. Mit dem Pilotprojekt könnte man sich diesen Arbeitsschritt sparen und die Kapazitäten anderweitig nutzen. Der „Job 1“, ein S560 4MATIC in obsidianschwarz metallic, hat seinen Weg vom Band an den etwa 1,5km entfernten Verladeplatz von alleine gefunden. Doch das soll es nicht gewesen sein, in Zukunft könnte noch mehr auf uns zu kommen.

„Die neue Mercedes-Benz S-Klasse setzt weltweit Maßstäbe bei Sicherheit, Komfort, Konnektivität und auf dem Weg zum automatisierten Fahren. Mit der eigenständigen Fahrt der S-Klasse vom Band im Finishbereich bis zum Verladeplatz im Werk wird deutlich, wie wir Fahrerassistenzsysteme künftig schon in der Produktion einsetzen können. (…) Und vielleicht findet in einer nicht allzu fernen Zukunft ein Mercedes-Benz allein den Weg vom Band zu seinem neuen Besitzer.“ – Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain

Die neue S-Klasse selbst bietet auch einige Features auf dem höchsten, aktuell erlaubten, autonomen Level. Weitere Infos zur Modellpflege des W222 finden sich selbstverständlich auch hier zum nachlesen.

Fotos: Daimler AG

 

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