Porsche Cayman GT4: der letzte wahre Porsche?

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Seit längerem ging nun das Gerücht herum, dass Porsche dem ersten Cayman R einen Nachfolger zur Seite stellen würde. Porsche Cayman GT4 heißt er nun und er ist wohl einer der letzten wahren Porsche für Puristen, denn er hat einen 385 PS starken Saugmotor und eine knackige manuelle Sechsgang-Schaltung. Dazu kommen viele Teile aus dem 911 GT3.

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Der 3,8-Liter Boxermotor ist schon auf dem Papier eine Wucht. Eine maximal Drehzahl von 7.800 U/min, die Leistung von 283 kW also 385 PS liegt bei 7.400 Touren an. Das Drehmoment von bis zu 420 Nm steht zwischen 4.750 und 6.000 Umdrehungen zur Verfügung. Dieser Wagen schreit förmlich Rennstrecke aus sich heraus. Die mechanische Hinterachse-Quersperre kommt serienmäßig dazu, ebenso wie das Porsche Torque Vectoring (PTV); über die elektromechanische Lenkung könnten Puristen wieder ewig lange und nicht endende Diskussionen führen, doch die Zeit des 997 GT3 ist eben vorbei.

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Vorne wie hinten sitzen 380 mm Bremsscheiben, die vorne von Sechskolben-Zangen im Zaum gehalten werden, während hinten eine Vierkolben Bremszange zupackt. Alleine das Leergewicht von 1.340 kg kommt an Clubsport Modelle heran und genau dort sieht der Cayman GT4 seine Nische. Die nackten Zahlen der Geschwindigkeit vom maximalen Topspeed von 295 km/h oder der 0 auf 100 km/h Beschleunigung in 4,4 Sekunden wirken erstmal läppisch. Doch wir wissen, dass ein Porsche sich eben nicht nur auf trockenen Zahlen versteht, sondern auch querdynamische Fahrerlebnisse. Wobei eine letzte Zahl habe ich noch: 7:40 Minuten. Das ist die Zeit des Porsche Cayman GT4, die er für die Nürburgring Nordschleife benötigt.

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Abtrieb, Abtrieb und nochmal Abtrieb. Als GT4 kennzeichnet nicht nur der große feststehende Heckflügel den neuen Mittelmotor-Sportwagen für die Straße (und die Rennstrecke), sondern auch die Eintrittsöffnungen im Bug, die Teil der Aerodynamik des Fahrzeugs sind. Wer will kann auch noch ein Clubsport-Paket ordern oder etwa eine Karbon-Keramik-Bremsanlage, sowie Vollschalensitze aus CFK.

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Die mit Leder-Alcantara bezogene Innenausstattung, sowie Sportsitze sind im Basispreis von 85.776 Euro immerhin schon inbegriffen. Sport-Chrono kostet Aufpreis, das kompakte GT4-Lenkrad mit Alcantara Bezug dahingegen nicht. Es ist ein ordentliches Sümmchen, das Porsche für den Cayman GT4 aufruft; gemessen an den teuren 911 GT3 Komponenten, die unter der Karossiere stecken ein völlig gerechtfertigter Preis.. Teuer kann es nur noch mit dem Clubsport-Paket (Überrolkäfig, Feuerlöscher etc.) werden, welches 3.927 Euro verlangt. Die Vollschalensitze für knapp 2.000 Euro sind da noch nicht inbegriffen.

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Fotos: Porsche

3 Gedanken zu “Porsche Cayman GT4: der letzte wahre Porsche?

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