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Neuer Ford Focus Turnier im ersten Fahrbericht

Ford Focus und Focus Turnier

Der neue Ford Focus Turnier macht Jagd auf die neue Günstig-Konkurrenz und punktet dabei mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, gegen das auch die Asia-Konkurrenz (noch) keine Antwort hat. Der im deutsch-französischen Saarlouis produzierte Kombi punktet mit allem, was die deutschen Fahrzeuge grundlegend bisher auszeichnete, hat dabei aber auch den Preis-Punkt nicht vernachlässigt. Ein erster Fahreindruck im neuen Focus Turnier in der Vignale-Ausführung.

Wer schlägt dieses Preis-Leistungs-Verhältnis?

Der positive erste Eindruck kommt auch von eben jener Vignale-Ausführung. Der Testwagen bringt es auf nicht einmal 35.000 Euro bietet dabei aber mehr als die vergleichbare Asia-Konkurrenz. Festzumachen ist dies etwa an dem 8 Zoll Screen mit schnell arbeitendem SYNC3, den Assistenten oder auch dem guten, komfortablen Fahrwerk. Dabei kann die Vignale-Ausführung zumindest optisch bestehen, das Holz-Dekor erweist sich zwar als Kunststoff-Blende, doch die Belederung der Sitze kann sich mehr als sehen lassen. Als Antrieb dient dabei noch der 1,5-Liter EcoBlue, welcher die Leistung von 120 PS per 6-Gang-Schaltgetriebe auf die Straße bringt. Ein Paket, was in deutschen Konkurrenzmodellen deutlich über 40.000 Euro kosten würde, aber nicht mehr oder bessere Qualität bietet. Sowie wiederum für weniger Geld bei den Asiaten so (noch) nicht zu bekommen ist.

Deutsches Produkt zu Import-Preisen

In Kurzform: ein Angriff auf die Asia-Konkurrenz, die mit immer besserer Qualität und akzeptablen Preisen auf den europäischen Markt drückt. Aber auch gleichzeitig eine Ansage an die anderen deutschen Hersteller, dass ein gut (in Deutschland) produziertes Produkt zu einem fairen Preis heute noch möglich ist. Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Ford Focus Turnier 1.5 EcoBlue (Vignale)

Fahreindruck des Ford Focus Turnier 1.5 EcoBlue

Wie auch schon im ersten Fahreindruck kommt hier wieder der 1,5-Liter Turbodiesel mit den zwei hintereinander geschalteten NOx-Fallen zum Einsatz. Dadurch muss dieses Triebwerk (zur Reinigung des Abgassystems) deutlich früher zum Service als der 2,0-Liter Turbodiesel mit SCR-Kat. Die 120 PS (300 Nm) reichen (ohne Laderaum-Ausnutzung) für den Kompakt-Kombi dabei mehr als aus. Lediglich am Berg zeigt sich eine leichte Trägheit und man wird gezwungen den einen oder anderen Gang herunterzuschalten. Der 4-Zylinder Diesel ist an sich laufruhig und meldet sich nur in kleinen Drehzahlbereichen mit leichter Unruhe in den Innenraum. Das Fahrwerk zeigt sich dabei als eher Komfort-orientiert mit leichtem Untersteuern, sollte man die erlaubte Geschwindigkeit auf kurvigen Landstraßen voll auskosten wollen.

Text: Fabian Meßner
Fotos: Ford

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