Erste Probefahrt: Infiniti Q50 2.0t

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Erst der Diesel und nun auch der Benziner. Infiniti borgt sich nach dem 2,2-Liter Selbstzünder auch den 2,0-Liter Turbobenziner von Mercedes-Benz. Der Q50 2.0t wird damit noch attraktiver für Märkte, die unter dem Downsizing-Problem leiden. 211 PS in der Mittelklasse Limousine genügen für den haushaltsüblichen Gebrauch aus, doch wie schlägt er sich im realen Umfeld und viel wichtiger, wie fährt der Infiniti Q50 mit dem bisher kleinsten Motor. Die Antwort im ersten Kurzfahrbericht.

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Äußerlich fällt er nicht besonders ins Auge. Nur am vorderen Radkasten hinter den 19  Zoll Felgen blitzt ein silbernes 2.0t hervor. Mit andern Worten, wer die Unterschiede erkennen will, der muss genau hinsehen. Auch im Innenraum ist nicht zu spüren, das es der bisher kleinste Motor im Q50 ist, der in antreibt. Alles ist, wie gehabt. Das große zweigeteilte InTouch (Intel) Touchscreen zeigt Navigation und alle weiteren Steuerungen auf. Dabei will ich hier gar nicht weiter in die Tiefe gehen, denn dieses System fordert einen enorm großen Anteil an Aufmerksamkeit nur für sich. Ausgiebig wird dies im späteren Verlauf des Monats noch getestet.

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Die Verarbeitung im Innenraum muss sich nicht verstecken, es fühlt sich komfortabel und dem Segment entsprechend hochwertig an. Vom Motor selbst bekommt man im Q50 2.0t sehr wenig bis kaum etwas mit. Im Gegensatz zum Diesel ist er deutlich leiser. Auch der Mercedes Turbomotor als solches dringt nicht so kräftig in den Innenraum, wie etwa beim A 250. Leise und kultiviert, genauso, wie man es sich von einer Business Limousine erwartet.

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Der Verbrauch ist dabei mit um die acht Litern auf 100 Kilometern im Selbstversuch nicht geeignet, um damit hausieren zu gehen. Offiziell sollen in der Ausstattung Sport nur 6,5 Liter verbraucht werden (Basis sogar nur 6,3 l/100km), an diesen Traumwert gelangte die Limousine im leicht kurvigen Umland von Zürich leider nicht. 151 Gramm CO2 pro Kilometer stößt das Aggregat in dieser Ausstattung dabei im Schnitt aus. Dies kommt auch durch die größeren 19 Zoll Bereifung. Der Beifahrer wünscht sich noch etwas mehr Komfort, ich kann mich dazu nicht wirklich beklagen.

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Höchstens die 7-Gang-Automatik könnte in den ersten drei Gängen sanfter schalten. Manuell kann die Automatik nicht durch zackige Gangwechsel glänzen, es dauert die bekannte Gedenksekunde, bis der passende Gang anliegt. Immerhin die Kraft wird an die hinteren Räder übertragen. Dies sorgt für etwas erhöhte Fahrfreude, wenn sich der Drehzahlmesser um die 3.500 U/min bewegt, dann nämlich liegt das volle Drehmoment von 350 Nm an. So sparsam, wie er vorgibt zu sein ist er nicht, dabei aber auch nicht bieder und langweilig.

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Er kostet ein wenig mehr als der 170 PS Diesel, bietet dabei aber auch das gewisse Mehr an Fahrfreude und bewegt sich durch die geringere Geräuschkulisse dazu auch noch komfortabler. Nur eben am Verbrauch, da könnte noch optimiert werden. Denn Laborwert und reale Welt prallen wie Himmel und Hölle aufeinander. Mindestens 39.260 Euro sind aufzubringen für die Premium- Ausstattung. In Sport bietet Infiniti noch etwas mehr, verlangt dafür dann auch 43.790 Euro.

Text/Fotos: Fabian Meßner – Produktfoto Motor: Infiniti

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