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DS7 Crossback Weltpremiere und Sitzprobe

DS7 Crossback

Lange hat es gedauert, bis das neue, große SUV von DS Automobiles endlich zu sehen war. Und Interessenten müssen sich weiter gedulden, denn der DS7 Crossback kommt dieses Jahr nicht mehr auf die Straße. Aber für ganz heißhungrige gibt es bereits ab April eine „Reservierungsoption“ für die Sonderausführung „La Première“.

Für exakt 2.000 Euro lässt sich eines der bisher auf 2.500 Stück limitierten Erstausgaben reservieren. Wie hoch schlussendlich der finale Kaufpreis ist, steht auch hier noch nicht fest. Die exklusive Zusammensetzung aus matt-silber Lackierung mit dunkel rotem Leder im Cockpit wird es aber definitiv nur in dieser Form geben. Die späteren Modelle, die ab Januar 2018 in den Handel kommen, werden sich grundlegend in der Farbgebung unterscheiden. „La Première“ ist in den Außenfarben Artense-Grau, Perlmutt-Weiß und Perla Nera-Schwarz zu bekommen. Das Leder für den Innenraum, Art Rubis, ist die einzige Wahl für das Cockpit.

Technik en Detail

Der DS7 Crossback ist „DS der zweiten Generation“, soll heißen das erste wirklich eigenständige Fahrzeug, welches nicht vorher einen Citroen-Stempel trug. Demnach auch ein großer Meilenstein in der klaren Trennung zu Peugeot und Citroen. Gemeinsamkeiten lassen sich dennoch nicht vermeiden. Die Motoren, welcher Leistungsart auch immer, kommen aus demselben Werk. Premiere feiert im DS7 Crossback allerdings die neuste Generation des Automatikgetriebe.

Das von Aisin Warner entwickelte und produzierte 8-Stufen-Automatikgetriebe baut nicht nur in der selben Größe wie das bisherige EAT6, sondern spart auch noch zwei Kilogramm an Gewicht ein. In welchen Motorisierungen genau das EAT8, abgesehen von „La Première“ eingesetzt wird, ist noch nicht bekannt.

Wohl aber, dass es im spät erscheinenden Plug-in Hybrid kommen wird. Dieser soll mittels 13 kWh Batterie bis zu 60 Kilometer rein elektrisch fahren, was angesichts des hohen Gewichts doch eher unrealistisch erscheint. Die Systemleistung soll dann bei rund 300 PS liegen.

Schick und technisch auf hohem Niveau bewegt sich aber die Front. Und Bewegung ist im wahrsten Sinne des Wortes gemeint, denn die DS LED Vision Scheinwerfer „ziehen eine Show ab“. Nicht nur das die LED-Scheinwerfer besonders weit und hell leuchten, sie drehen sich auch um 180 Grad zu einer Art Begrüßungsritual. Ein weiteres Feature, welches sich in der Front findet, hätte man vorab vom PSA Konzern vielleicht gar nicht erwartet. Der DS7 Crossback wird eine Infrarot-Nachtsicht-Brille bekommen. Hinter dem skulpturalen DS-Logo versteckt sich ein Infrarot-Scanner, welcher es ermöglicht Personen oder Tiere zu erkennen, auch wenn sich nicht vom Scheinwerferkegel erfasst werden. Eine Technik, die sich aktuell nur in BMW, Audi oder Mercedes-Modellen finden lässt.

Sitzprobe im Cockpit des neuen DS7 Crossback

Das Cockpit des neuen Mittelklasse-SUV ist wohl auch eines der Highlights. Neu gestaltet mit extrem hochwertigen Materialen und passgenauer Verarbeitung. Beim Anblick der Leder-Verarbeitung stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob der DS7 Crossback seine Konkurrenten wie BMW X3 oder Audi Q5 direkt beim Preis überspringt oder noch marginal unter dessen Preisen bleibt.

Ein großer, leicht schwebender Touchscreen zieht die volle Aufmerksamkeit auf sich. Obwohl alles noch ein Dummy ist bzw. eine Demo abläuft wird klar, alles wird in Zukunft über den Touchscreen bedient. Am unteren Rand finden sich nur noch wenige Knöpfe für die Schnell-Anwahlmöglichkeiten. Das Lenkrad variiert nach Design-Linie, ist aber immer sportlich geschnitten und liegt gut in der Hand. Dahinter geht der Blick auf ein voll-digitales-Instrument, welches sich scheinbar auch an die persönlichen Wünsche anpassen lässt.

Kritik am neuen DS7 Crossback

Optik ist Geschmackssache und liegt immer im Auge des Betrachters. Für mich persönlich ist die Marke DS mit dem DS7 Crossback im Design leider noch immer zu nah an Peugeot und Citroen dran. Da hätte durchaus mehr kommen können. Der Wagen wird garantiert polarisieren, doch ein Citroen C4 Cactus ist auffälliger. Des Weiteren wird sich zeigen, ob der Plug-in Hybrid – kommt erst 2019 – nicht eine vertane Chance ist. In einem Jahr in dem viele schon Elektro-SUVs bringen wollen, wird der DS7 Crossback als Plug-in Hybrid kommen mit Technik, welche heute absolut akzeptabel ist, aber in zwei Jahren wohl mehr als überholt.

Fotos: DS Automobiles

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