Rollout für BMW M4 DTM 2019 mit Turbo-Vierzylinder

Der Motorsport befindet sich derzeit wohl im größten Wandel seit der Entstehung. So wird sich die DTM auch im kommenden Jahr massiv verändern, aber keinesfalls langsamer, wie man schon nach dem ersten Rollout des BMW M4 DTM 2019 spürt. Der neue 2,0-Liter Turbo-Vierzylinder soll dem alten V8-Motor in nichts nachstehen, nicht einmal dem Sound.

Turbo-Vierzylinder ersetzen (alte) V8-Motoren

Optisch sieht der neue Bolide kaum verändert aus. Nur die mit dem neuen Reglement vertrauten Profis erkennen wohl die Änderungen am Flügel sowie der restlichen Aerodynamik. Das Heck allerdings gibt durch den „turbo“-Schriftzug schon vor, dass unter dem Kleid ein völlig neues Herz steckt. Die alten V8-Motoren haben ausgedient und sollten dies auch bereits schon in der Saison 2018, doch durch den Kostenfaktor hat man sich auf 2019 geeinigt. Dabei sind die neuen Turbo-Vierzylinder Motoren sogar nochmal deutlich leistungsstärker, bei angeblichem Effizienz-Gewinn.

Nach dem Rollout folgt der erste Test im November

Bruno Spengler hat im Prototyp für den ersten Rollout auf dem Werksgelände in Dingolfing Platz genommen. Der erste offizielle ITR-Rest wird auf der Rennstrecke von Estoril zwischen dem 11. und 14. November stattfinden. Das neue Class-1-Reglement bringt neben den eindeutigen Veränderungen am Motor auch Änderungen an Ansaug- sowie Abgassystem, zudem an Kühlein- und Auslässen.

„Seit fast 50 Jahren ist BMW Turbo Power im Rennsport erfolgreich. Im Debütjahr des BMW Turboantriebs im Jahr 1969 wurde Dieter Quester mit dem BMW 2002 TI direkt Tourenwagen-Europameister. 1973 folgte dann im BMW 2002 turbo das erste in Serie hergestellte deutsche Automobil mit Turbolader. Jetzt schreiben wir in der DTM ein neues Kapitel dieser Geschichte. Unsere ersten Kilometer in der Class-1-Ära sind sehr positiv verlaufen, wir sind mit allen Funktionstests zufrieden. Der Sound des neuen Turbos ist großartig. Seine beeindruckendste Eigenschaft ist aber die Effizienz – und das bei ordentlich mehr Leistung als beim Vorgängermodell.“ – Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor)

Fahrer sind gefordert – mehr Spektakel für die Zuschauer

Glaubt man Bruno Spengler, dann können wir uns als Zuschauer auf ein größeres Spektakel einstellen. Das Auto soll besonders im oberen Drehzahlbereich mehr Schub bringen und somit auch einen höheren Topspeed liefern. Erste neue Herausforderungen hat er durch den neuen Antrieb auch schon ausgemacht, denn die Auswirkung auf die Reifen wird durch die zusätzliche Leistung eher negativ. Der Fahrer muss so mehr Arbeiten und die Boxenstopps könnten wieder mehr zum Renngeschehen beitragen.

„Nach meinen ersten Kilometern mit dem neuen DTM-Motor kann ich die kommende Saison kaum erwarten. Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Spaß es machen wird, mit so viel BMW Turbo Power auf die Rennstrecke zu gehen. Man spürt die zusätzlichen PS deutlich. Wir werden den Fans 2019 noch mehr Spektakel bieten können. Der Volllastanteil sinkt – dafür ist der Top-Speed höher als vorher. Wir werden am Steuer noch mehr arbeiten müssen.“ – Bruno Spengler

Zwei erste akustische Eindrücke des neuen Aggregats

Fotos: BMW

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