Zu viel Power? Audi RS Q3 Prototyp auf der Nordschleife

Der neue Audi Q3 wurde erst vor kurzem präsentiert. Mit für seiner Klasse entsprechenden Antrieben. Doch Audi Sport möchte da (wieder) ein Wörtchen mitreden. So testen die Ingenieure derzeit die zweite Generation des Audi RS Q3 auf der Nürburgring Nordschleife. Was allerdings die Frage aufwirft, ist das nicht zu viel Power für das Kompakt-SUV?

Harte Arbeit hinter dem Lenkrad

Denn ohne aufwändige Fahrwerkstechnik, wie es etwa in der Mittelklasse der Fall ist, scheint der Ingolstädter sich nicht ganz wohl zu fühlen. Und wir sehen immerhin keine Hobby-Rennfahrer, sondern die Fahrwerks-Ingenieure, die gut und gerne problemlos im Tourenwagen-Sport vorne mitmischen könnten. Unverkennbar laut dröhnt der 2,5-Liter 5-Zylinder Turbomotor aus den zwei ovalen Endrohren des Prototyp. Ein kerniges, aber auch schweres Aggregat, welches es in der WLTP-Umstellung nicht leicht hatte.

Der EA855evo musste aufgrund der Messwert-Umstellung sogar kurzfristig aus dem Programm genommen werden, sodass sowohl beide RS3 Modelle als auch der TT RS derzeit nicht bestellt werden können. Wenn man nun den Fünfzylinder im RS Q3 testen stehen die Chancen wohl gut, dass die Motorgeschichte des Ur-quattro weiterleben darf.

RS Q3 mit 390 oder sogar bis zu 450 PS?

Teilweise gehen Gerüchte von 450 PS für die neue RS-Kompakt-Generation um. Was für den Motor ein leichtes sein sollte, doch für den RS Q3 nach ein wenig zu viel aussieht. Viel Bewegung, vor allem Lastverschiebung, wecken nicht gerade Zuversicht. Und das in den Händen der Profis. Zuletzt bot man 400 PS an, durch die Umstellung mit Otto-Partikelfilter und Co. wären noch immer akzeptable +/- 390 PS im Motorraum.

Möglich wäre auch eine Elektrifizierung, immerhin soll diese laut Audi immer mehr zum Standard in den Modellen werden. Ein kleiner RSG würde dabei im derzeitigen Verständnis vornehmlich die Emissionswerte verbessern und noch keinen (echten) Performance-Boost darstellen. Einen „Zuschlag“ wird es in jedem Fall im Preis geben, wenn sich der RS Q3 dann doch Mitte bis Ende 2019 auf den Markt traut und nochmals oberhalb des SQ3 eine Schippe drauflegt. Der Startpreis sollte gut über 50.000 Euro liegen.

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