Porsche 911 Speedster Concept – Vorschau auf die Serie?

Man selbst weiß doch eigentlich am Besten, was man sich zum Geburtstag wünscht. Daher hat sich Porsche zum 8. Juni 2018 am 70. Geburtstag einfach selbst beschenkt. Und zwar mit dem Porsche 911 Speedster Concept. Eine direkte Verbindung zu „Nr. 1“, die in Form des Porsche 356 Roadster am 8. Juni 1948 nicht nur die Betriebserlaubnis erhielt, sondern auch der Startschuss für sieben Jahrzehnte Sportwagen-Geschichte war.

911 Speedster Concept: Mit dem Herz des GT3 RS

Das Herz des 911 Speedster Concept kommt aus den GT-Modellen, weshalb die fahrbereite Studie auch „mehr als 500 PS“ bietet. Was wiederum die Brücke zur Neuzeit schlägt, denn Prototypen des Speedster wurden bereits gesichtet. Und vom Klang her, waren sie auffällig nah am 911 GT3 RS dran. Sollte er also (zeitnah) in Serie gehen, können  wir auf einen weiteren handgeschalteten 4,0-Liter Boxermotor hoffen. Zumindest für den Fall, dass der Speedster nicht wieder nur ein fast rein amerikanisches Produkt wird.

Die Geschichte der Speedster Modelle

Denn die Geschichte der Speedster-Modelle beginnt in den USA. Und das bereits 1952 wobei der handgefertigte 356 1500 America Roadster nochmal 60 Kilogramm leichter war als das 356 Coupé. Der Wagen hatte nicht nur Kult-, sondern auch Seltenheits-Charakter. Gerade einmal 16 Stück wurden von diesem Modell mit Steckscheiben für die Türen, Not-Klappverdeck und leichten Schalensitzen gebaut. Bis 2010 folgten noch acht weitere Sondermodelle mit dem Speedster Zusatz. Unter anderem der 356 A 1500 GS Carrera GT Speedster (1957), der erste 911 Speedster (1988) sowie das bisher letzte Modell auf 356 Stück limitiert in Form der 997 Baureihe im Jahr 2010.

Vorschau auf die Serie mit kleinen Fehlern

Es wäre also wieder an der Zeit für eine Neuauflage. Und besser hätte man sie fast nicht zeichnen können. Ein quasi Retro-Interieur, der Tankdeckel in der Mitte der vorderen Motorhaube, die Scheinwerfer in einem milchigem X-abgeklebt und logischerweise nur ein Notverdeck unter der Abdeckung. Ein Fahrwerk aus dem GT3, 21 Zoll große Fuchsfelgen, der 500 PS starke Boxermotor und eine Auspuffanlage aus Titan. Doch die Retro-Außenspiegel passen derzeit noch nicht ganz ins Bild, genauso wie der etwas billig wirkende Aufkleber im Retro-Porsche-Wappen-Design an der Front. Aber dem Serienmodell bleibt bekannterweise noch etwas Zeit.

Fotos: Porsche

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