Welcher Motor steckt im neuen Audi S6?

Die Gerüchteküche brodelt. Welcher Antrieb steckt im künftigen Audi S6? Wird es nun doch der 4,0-Liter V8 Biturbo aus dem Porsche Panamera oder wie zuletzt gedacht eine High-Performance-Version aus dem 2,9-Liter V6 Biturbo? Beides ist möglich, doch was ist wahrscheinlicher?

England sagt: V8 Biturbo

Die Engländer gehen inzwischen wieder von der Panamera Turbo Variante aus, obwohl die Prototypen auf der Nürburgring Nordschleife definitiv mehr nach dem V6 als nach dem V8 klingt. Der alte Audi S6 (C7) brachte 450 PS (550 Nm) mit sich basierend auf dem alten 3.993 ccm V8-Biturbo, der in stärkerer Version auch den RS6 antreibt. Doch technisch gesehen hat der V8-Motor auch einen großen Nachteil: Gewicht.

Wir sagen: V6 Biturbo

Er ist nochmals schwerer auf der Vorderachse – damit hatte Audi ohnehin schon immer so ein kleines Problemchen – als der 2,9-Liter V6 Biturbo. Der wiederum bringt etwa im Audi S4 eine Leistung von 450 PS (600 Nm). Und es ist bekannt, dass nicht nur Tuner, sondern auch der Konzern selbst den Motor auf mehr Leistung bringen kann. Das Triebwerk ist auch für 510 PS (700 Nm) gut und das noch ohne Nachbehandlung durch ABT sportsline oder Konsortien. Schlussendlich bleibt definitiv noch der Gewichtsvorteil gegenüber dem schweren V8 Biturbo. Auch muss noch Luft nach oben sein für den Audi RS6 und keinesfalls darf ein Audi S6 so schnell sein wie ein Panamera Turbo.

Einziger Vorteil des V8 Biturbo: Laufruhe und Charakter

Selbst, wenn er also den V8 Biturbo bekommt, dann vornehmlich wegen der Laufruhe und mit einem ordentlichem Downgrade vom 550 PS Antrieb im Panamera Turbo. Das wichtigste bei der Neuauflage des Audi S6 wird sein, schneller zu sein als der Vorgänger. Die V-Max Begrenzung von 250 km/h bleibt davon natürlich unberührt. In 4,4 Sekunden ging es in der alten Version auf 100 km/h. Was auch etwa der gleich starke V6-Biturbo schon schaffen sollte, da jener im Audi S4 gerade einmal 4,1 Sekunden benötigt.

Der schlussendlich einzige Pluspunkt beim Einsatz des V8 Biturbo wäre der Charakter und die Kraftentfaltung als solches. In Sachen Performance allerdings hat ein Downgrade vom Panamera Turbo nur noch Nachteile etwa im Gewicht oder der Gewichtsverteilung gegenüber dem leichteren V6 Biturbo. Als optisches Highlight zeigen sich dann noch vier Endrohrblenden am Heck, 20 Zoll Felgen in Serie als auch leichte S-Modifikationen im Innenraum. Die breiten Radhäuser überlässt man dann jedoch dem Audi RS6.

Quelle: autocar

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