Tüftelt Ford Performance am Ford Fiesta RS?

Die alt bekannte Geschichte: ein Gerücht kommt auf, wird heiß diskutiert, bevor es nach ein paar Wochen wieder aus den Schlagzeilen verschwindet. So in etwa steht es um den Ford Fiesta RS, dessen Suppe in der Gerüchteküche gerade wieder aufkocht. Und das passend zum anstehenden Launch des Fiesta ST.

Ford Performance Chef Leo Roeks im Gespräch

Die australischen Kollegen von motoring, haben Ford Performance Europa-Chef Leo Roeks nicht einmal „in die Mangel nehmen müssen“, um aus seinem Grinsen die erhoffte Antwort zu bekommen. Die Frage, ob eine noch stärkere Version neben dem Fiesta ST geplant sei, beantwortete er mehr mit einem breiten Grinsen als mit Worten. Seine Worte in diesem Zusammenhang lauteten übrigens „Ich kann dir nichts sagen, aber ich bin schwer beschäftigt“.

Der Ford Fiesta ST der achten Generation Fiesta

Mit anderen Worten, die Ingenieure tüfteln schon, wie man noch mehr Kraft in den Kleinwagen packen kann. Beim Blick in den Motorraum des Fiesta ST wird klar, ein wenig mehr Platz ist noch, doch für was. Die achte Generation des Fiesta setzt beim dazugehörigen ST auf einen 1,5-Liter Turbo Dreizylinder mit 200 PS und 290 Nm Drehmoment. Eine ordentliche kleine Maschine, welche dem Vorgänger (ST200) zumindest in den Zahlen in nichts nachsteht.

Der 1,5-Liter Motor wäre auch, nach Ford eigenen Angaben, gut für 210 PS. Doch das ist mehr für eine Sonderversion des ST denkbar und für einen RS zu wenig. Die Frage ist also, bläst Ford Performance das Triebwerk in seiner aktuellen Form noch weiter auf – etwa mit einem größeren Turbo. Oder quetscht man ein 2,0-Liter Vierzylinder Aggregat in den Kleinwagen. Somit wären 255 PS (366 Nm) möglich, was doch etwas viel Kraft für die 205/40 R18 Pneus wäre.

Hat ein größerer Motor direkt den Allradantrieb zur Folge?

Ist es dann schon mit breiten Reifen an der Vorderachse, wie etwa beim Audi RS3, getan? Wahrscheinlich eher nicht und Ford Performance wird auch noch ein weiteres Bauteil in den Fiesta quetschen: einen Allradantrieb. Ob nun direkt das Fahrspaß-System aus dem Focus RS verbaut wird oder das Intelligent AWD System aus dem EcoSport (kann bis zu 50% an Hinterachse verteilen) steht noch in den Sternen.

Zumindest eines ist klar: bei Ford Performance wird es nicht langweilig. Und sei es nur in Kleinserie, wäre ein Fiesta RS mit Sicherheit ein großer Verkaufsschlager. Angeblich soll der Wagen, wenn er denn wirklich gebaut wird, schon im Sommer 2019 vorgestellt werden. Etwas früher soll dabei auch noch die Doppelkupplung-Option für den Fiesta ST vorgestellt werden.

Fotos: Ford

Quelle: motoring.com.au

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