Bis zu 80 Prozent weniger Varianten im neuen BMW 3er G20

Viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten – oder auch Varianten – machen die Produktion komplex. Weshalb etwa asiatische Hersteller ihre Auswahlmöglichkeiten gering halten. So sollen nun auch im Fall des neuen BMW 3er G20 bis zu 80 Prozent weniger Varianten produziert werden, was die Komplexität senkt.

Weniger Komplexität für eine einfachere Produktion

Finanzvorstand Nicolas Peter nannte im Interview mit Automobilwoche dabei bereits sogar einige konkrete Zahlen. So ist man sich innerhalb der BMW Group sicher durch eine Konzentration auf die wichtigsten Angebote in der Preisliste die Stückzahlen gleichermaßen hoch zu halten. Dies allerdings zu reduzierten (Produktions-) Kosten. Dieselbe Strategie wird die BMW Group auch bei weiteren Modellen einführen und sich dabei nicht auf den BMW 3er G20 reduzieren.

Zu hohe Motorenvielfalt beim aktuellen Modell

Ein Beispiel für eine „zu hohe“ Vielfalt ist das aktuelle Motorenangebot bei nur teilweise nur marginalen Unterschieden. Derzeit finden sich für den BMW 3er mit dem 316d, 318d, 320d, 320d EfficientDynamics und dem 320d xDrive alleine fünf verschiedene Modelle mit 4-Zylinder-Dieselmotor in der Preisliste. Hierbei kann man auch nochmals zwischen mindestens zwei verschiedenen Getriebeoptionen wählen. Darüber folgen (alleine für die Limousine) nochmals der 330d, 330d xDrive sowie 335d xDrive. Ähnlich komplex soll es für den neuen BMW 3er G20 nicht mehr werden. Kurz gesagt: die Motorenpalette wird ausgedünnt und auf das wesentliche reduziert. Vorstellbar ist hier etwa die Begrenzung auf die drei Top-Seller der aktuellen Baureihe.

Reduzierung auch bei Sonderausstattungen

Ähnliches hat Nicolas Peter für die Sonderausstattungen schon bestätigt. So werden Ausstattungen, die nur von wenigen Kunden geordert werden, aussortiert werden. Ebenso sollen Farben und Farbkombinationen mit geringer Nachfrage aus dem Portfolio gestrichen werden. Wobei ausgefallene Farbe im BMW Individual Programm erhalten bleiben, diese dann eben nur mit höherem Aufpreis verbunden sind. Ein erfolgreiches Beispiel ist dabei für Nicolas Peter der US-Autobauer Tesla.

„Der bietet auf seiner Website zwei Optionen für ein Modell an, da können Sie als Kunde genau zwei Kreuzchen machen. Bei den etablierten Herstellern umfasst das gleiche Thema fünf oder sechs Seiten.“ – Nicolas Peter

Im gleichen Atemzug schickt er somit auch voraus, dass statt fünf Dieselvarianten so etwa nur noch zwei oder drei verfügbar sein könnten. Insgesamt spricht der Finanzvorstand so von einer Reduzierung von bis zu 80 Prozent. Auslöser hierfür sind Investitionen in anderen Bereichen wie Elektromobilität oder das autonome Fahren. Zudem möchte die BMW Group im Rendite-Fenster von acht bis zehn Prozent verbleiben.

Foto: BMW Group

Quelle: automobilwoche / bimmertoday

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