Entwicklung des Mercedes-Benz EQC geht in die heiße Phase

Im kommenden Jahr 2019 startet mit dem Mercedes-Benz EQC das erste voll elektrische Fahrzeug aus den Mercedes-Benz Werken in Serie. Die Entwicklung läuft dementsprechend derzeit auf Hochtouren. Die Kältetests von Januar bis März in Nordschweden sind erfolgreich abgeschlossen, nun geht es in die Abstimmung des Fahrwerks sowie ins heiße Südeuropa.

Entwicklung nach Schema F

Die Entwicklung bei Mercedes-Benz läuft immer nach einem festgelegtem Schema ab. Egal ob konventioneller Antrieb oder eben im Fall des EQC rein batterieelektrisch. Wobei die Ansprüche beim EQC insbesondere bei den extremen Temperatur-Wechseln noch etwas höher sind. Zuerst wird allerdings digital gestartet.

Alles beginnt mit den digitalen Tests am Computer

Bevor das Fahrzeug im Prototypen-Bau überhaupt das Licht der Welt erblickt, wird am Rechner alles digital überprüft. Das umfasst zahlreiche Simulationen und etwa die Absicherung der Baubarkeit, sowie Simulationen von Crash, Aerodynamik, Fahrverhalten, Schwingungsverhalten, Gewicht bis hin zu Verbrauch und Reichweite.

Nach der Arbeit für Computer-Systeme geht es dann allerdings schon an reale Tests. Wie etwa die Prüfung einzelner Komponenten, der Dauerhaltbarkeit oder auch den Aggregaten selbst auf dem Prüfstand. In diesem Status wird auch bereits der Faktor Temperatur miteingebracht, wobei der EQC hier besonderen Anforderungen bei Antrieb und Batterie ausgesetzt ist. Ein weiterer Fokus liegt beim Elektroauto selbstverständlich auf der Akustik.

Besonderer Fokus auf Geräusch-Entwicklung

Durch den im Verhältnis leisen Antrieb fallen andere Geräusche wesentlich mehr auf. Diese gilt es zu eliminieren oder deren Schwingungen entgegen zu wirken. Insgesamt testet Mercedes-Benz mit einem ein Drittel, zwei Drittel Verhältnis, wobei rund 35% digital erprobt werden und der Rest „am lebenden Objekt“. Notwendig sind dafür nahezu 200 Prototypen sowie Vorserienfahrzeuge, die dafür gebaut werden. Unzählige hundert Mitarbeiter und Experten prüfen dabei die Fahrzeuge auf Herz und Nieren, teilweise auch nur kleinste Bauteile für sich.

Wenn der EQC im kommenden Jahr in Serie geht, liegen bereits mehr als vier Jahre Entwicklungszeit hinter ihm. Dabei hat er drei Winter und drei Sommerperioden überstanden mit Temperaturwechseln von -35° bis hin zu 50° Celsius. Der nächste Test findet dabei in der Sommerhitze Spaniens statt, wobei insbesondere Antrieb und Batterie den extremen Bedingungen ausgesetzt werden. Derweilen kümmern sich die Kollegen anhand der anderen Prototypen unter anderem auch um das Feintuning des Fahrwerks.

Fotos: Daimler AG

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