Die Lademöglichkeiten des Audi e-tron

Noch im Herbst diesen Jahres will Audi seinen e-tron präsentieren. Ein Elektro-SUV, welches für die Ingolstädter „eine neue Ära“ einläutet. Dabei ist nicht mal unbedingt die Konzeption des Elektroautos die größte Hürde – immerhin baut Audi schon ein paar Tage Automobile – sondern das „Auftanken“, also die Lademöglichkeiten des Stromers.

Audi e-tron mit vielen Lademöglichkeiten

Dabei kann man in Zukunft wohl diverse Möglichkeiten ausschöpfen. Der Audi e-tron Prototyp passt sich da derweilen schon den Gegebenheiten an. Für lange Trips setzt man dabei auf „CCS“ – Combined Charging System – welches mit Gleichstrom (mit bis zu 150 kW) den e-tron vollpumpt. Denn in etwa einer halben Stunde soll die Batterie wieder für die nächste Etappe (zu rund 80%) vollgeladen sein. Die 95 kWh Batterie sitzt dabei im Unterboden, zwischen den Achsen, was auch die Gewichtsverteilung attraktiv macht. Im neuen WLTP-Zyklus soll man somit rund 400 Kilometer weit kommen.

400 Standorte in ganz Europa bis 2020 zum Schnellladen

Ende des Jahres sollen nach Audi-Informationen rund 200 HPC-Stationen (High-Power-Charging) mit jeweils sechs Ladepunkten in ganz Europa verteilt sein. Zwei Jahre später , im Jahr 2020, sollen es 400 Standorte an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen sein. Dazwischen sollen nie mehr als 120 Kilometer Strecke liegen.

Selbstverständlich kann der Audi e-tron auch an Wechselstrom AC-Säulen aufladen, wie sie oft in Innenstädten zu finden sind. Dabei lädt er ab Werk mit bis zu 11 kW, optional fließen aber auch Ladeleistungen von 22 kW in den Stromer. In Europa kommt man somit auf 65.000 Ladepunkte. Um dabei auch den Zugang zu erleichtern geht Audi Kooperationen ein, wodurch der Kunde an rund 80 Prozent der Ladepunkte einen vereinfachten Zugang erhalten soll. Aktiviert wird die Ladesäule dann über eine Karte, für welche man sich vorab im myAudi Portal registrieren muss. Somit läuft die Abrechnung zentral über das System von Audi.

Zum Start noch mit Karte – später wie Tesla ohne

Im Jahr 2019 wird dieser Vorgang dann noch etwas einfacher mit „Plug & Charge“, wobei das Auto sich selbst an der Ladesäule autorisiert und keine Karte mehr notwendig ist. Ähnlich dem Tesla Supercharger-Netzwerk. Die Navigation ist dabei schon mit den Ladepunkten verknüpft und kann die Route entlang der Ladepunkte planen.

Mit bis zu 22 kW in der heimischen Garage laden

Für das „Auftanken“ Zuhause gibt es insgesamt drei Möglichkeiten. Die langwierige Variante an der 230-Volt-Steckdose mit nur 2,3 kW Ladeleistung oder an einer 400-Volt-Drehstromsteckdose mit bis zu 11 kW Ladeleistung. Zudem kann, per Audi zugewiesenem Elektriker, das optionale Ladesystem connect in der hauseigenen Garage installiert werden, wodurch sich die Ladeleistung auf 22 kW hebt. Dazu muss allerdings auch im Fahrzeug selbst das zweite, dazu erforderliche Ladegerät an Board sein.

Audi e-tron integriert sich in die Haussteuerung

Mit dieser optionalen Einrichtung, kann der Ladevorgang in der Garage auch Rücksicht auf andere Verbraucher im Haus nehmen und so die Ladeleistung etwa zurückfahren oder voll hochfahren. Somit wird das Überlasten des Hausanschlusses vermieden. Zudem kann man auch Prioritäten festlegen, wobei der Wagen etwa nur nachts oder zu kostengünstigen Zeiten laden soll oder etwa nur den Strom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage beziehen soll.

Ist der Audi e-tron „eingesteckt“ lässt sich per App auch eine Vorklimatisierung einstellen mit eingestelltem Timer für die Abfahrtszeit.

Fotos: Audi AG

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