Mercedes-Benz EQC und GLC F-Cell in der Kälteerprobung

Seite an Seite werden derzeit in Nordschweden die künftigen Alternativen von Mercedes-Benz auf Herz und Nieren getestet. Darunter der GLC F-Cell, welcher eine Brennstoffzelle mit wiederaufladbarem Plug-in Hybrid kombiniert und der rein elektrische EQC, welcher im Frühjahr 2019 auf den Markt kommen wird.

Besonders harte Anforderungen an die alternativen Antriebe

Weltweite Dauerläufe sind notwendig, damit künftige Produkte dem Gütesiegel „bis ins letzte Detail gecheckt“ auf den Markt kommen können. Neben Nordschweden für die Kälteerprobung ist dabei auch der Süden Europas sowie die USA ein beliebtes Ziel für Sommererprobung. Dabei sind die Fahrzeuge extremen Temperaturen ausgesetzt, was besonders für die alternativen Antriebe eine Härteprüfung ist. In Nordschweden müssen EQC und GLC F-Cell dabei mit -35 Grad Celsius (und teilweise mehr) zurecht kommen.

Schnee und Eis sind dazu eine zusätzliche Belastung für die Bauteile. Wie viele andere Hersteller nutzt Mercedes-Benz in Arjeplog, Lappland, ein eigenes Testzentrum. Dabei umfasst das Testprogramm etwa „Hügelauffahrten mit bis zu 20 Prozent Steigung, Teststrecken mit unterschiedlichen Reibbeiwerten, Handlingparcours und Kreisbahnen auf dem nahezu blanken Eis des zugefrorenen Sees bilden maximale Anforderungen an die Antriebs- und Regelsysteme.“ Dazu, dass wir später per eingeschaltetem ESP uns restlos sicher fühlen können.

Zusätzliche Testläufe für Elektroantriebe in Nordschweden

Neben rund 500 Einzeltests, die jedes Auto bestehen muss, kommen bei den Elektroantrieben spezielle hinzu. Dabei wird ein besonderer Fokus auf den Elektromotor während dem Kaltstart gelegt, wobei die Batterie „durchgekühlt“ ist. Weiter ebenso beim Kaltstart der Brennstoffzelle, eine Prüfung der Reichweite im „Kundenfahrbetrieb“, die Benutzung von Ladekabeln (bei extremer Kälte), die essentielle Vorklimatisierung sowie die Betriebsstrategie. Dazu sind ESP und Fahrdynamik anders abgestimmt als etwa bei baugleichen oder ähnlichen Fahrzeugen der Mittelklasse-SUV Fahrzeuge bei Mercedes-Benz.

Bezüglich der Testläufe der Ladeinfrastruktur besitzt die Daimler AG im eigenen Testzentrum diverse Lademöglichkeiten. Von der Haushaltssteckdose über die installierte Wallbox bis hin zur Schnellladestation. Auch eine eigene Wasserstoffversorgung ist im Testzentrum installiert. Derzeit ist der mechanische Teil des EQC, laut Chefingenieur Michael Kelz, so gut wie abgeschlossen. Sodass man sich auf das sogenannte Feintuning konzentriert, um die letzten Möglichen Optimierungen aus dem Antrieb und dem Gesamtfahrzeug herauszuholen.

Fotos: Daimler AG

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