Achte Generation VW Golf: Produktion startet im Juni 2019

Es wird wieder mehr eine Evolution als eine Revolution, vor allem im Punkt Design. Viellicht ein paar Anleihen des neuen Polo oder Arteon in der Front und ein wenig des T-Roc im Heck. Die achte Generation des VW Golf wird eher technologisch neue Schritte für Volkswagen einleiten. Die Produktion des neuen Kompaktfahrzeug startet im Juni 2019.

1,8 Milliarden Euro Entwicklungskosten für die achte Generation

Die nächste Generation des VW Golf hat bereits 1,8 Milliarden Euro Entwicklungskosten aus dem Volkswagen Etat verzehrt. In 75 Wochen – also Juni 2019 – rollt der erste neue Golf im Stammwerk Wolfsburg vom Band. Große Neuerungen sind nicht zu erwarten, denn „den großen Durchbruch“ hat man mit dem neuen 1,5-TSI evo bereits hinter sich. Jener wird dann mit einem 48-Volt-Bordnetz kombiniert und die Brücke zu den kommenden vollelektrischen VW-Produkten schlagen.

„Der nächste Golf führt Volkswagen in die Ära voll vernetzter Automobile mit erweiterten autonomen Fahrfunktionen. Er hat mehr Software als je zuvor an Bord. Er ist immer online und wird mit seinem digitalen Cockpit und Assistenzsystemen Benchmark in Sachen Konnektivität und Sicherheit.“ – Karlheinz Hell, Leiter Baureihe Compact

Digitales Cockpit serienmäßig?

Was genau das umfasst wird Volkswagen wohl frühestens Ende 2018 bekanntgeben. Ferner ist auch fraglich, ob alle hier genannten (neuen) Systeme schon in Serie verbaut werden. Allerdings verspricht Volkswagen eine völlig neu gedachte Kabine, welche sich vor allem dem Wandel der Digitalisierung annehmen soll. Das einzige „analoge Instrument“ soll das Lenkrad sein. Somit wäre das digitale Cockpit bereits serienmäßig verbaut. Ob Volkswagen da wirklich Wort hält bleibt abzuwarten, da zuletzt auch andere Getriebe versprochen wurden, als schlussendlich verbaut worden sind.

Voller Fokus auf den (nicht elektrischen) Golf bis 2025

Auch wenn Volkswagen oft von sich als Marktführer von Elektroautos bis 2025 spricht, so liegt der Fokus bis dahin, laut Herbert Diess, voll auf dem (nicht elektrischen) Golf. Jener wird das Kernprodukt der nächsten Generation sein, so Diess weiter. Gebaut wird die achte Generation des VW Golf auf einer Weiterentwicklung des MQB. Dabei sollen etwa 70 Kilogramm im Gewicht wegfallen, da man hier und da leichtere Materialen verwendet.

Kein e-Golf mehr, dafür ein Mild-Hybrid

Bei den Antrieben wird es sich dabei primär um den 1,5-TSI evo drehen, während der 1,6-Liter TDI durch einen neuen 1,5-Liter Diesel ersetzt werden wird. Bei den Performance-Varianten GTI und R erwartet man, durch die neuen Technologien (48-Volt) einen Boost auf rund 260 bzw. 350 PS. Der GTE sollte ebenso auf den neuen 1,5-TSI evo (statt dem bisherigen 1,4-TSI) setzen. Der e-Golf wird aber definitiv nicht mehr fortgeführt, was wiederum von Diess nun auch offiziell bestätigt wurde, da 2020 der VW I.D. eingeführt werden soll.

Foto: Volkswagen

Quelle: autoevolution, Autoexpress

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