NVIDIA’s Supercomputer Xavier für autonome Fahrzeuge

NVIDIA Xavier Chip

Heutige Fahrzeuge quillen über vor Steuergeräten. Auf der CES Anfang Januar hat NVIDIA das Ende dieses Zeitalters eingeläutet. Mit dem NVIDIA Drive Xavier Steuergerät, übernimmt eine einzelne, starke Einheit die Oberhand für alle Ausführungen inklusive neuer Fähigkeiten für die künstliche Intelligenz im Fahrzeug. Audi und Volkswagen werden nach aktuellen Informationen die ersten mit der neuen Steuer-Platine sein.

NVIDIA Drive Xavier bereits in ersten Testfahrzeugen verbaut

Elementar wird das neue Steuergerät für die kommenden autonomen Fahrzeuge. Eine Steuereinheit verbaut im Kofferraum, welche alles auf einmal regeln kann. Dabei sind die ersten Produkte bei den Herstellern bereits vor gut sechs Monaten für Test-Zyklen eingetroffen. Die neue kraftvolle Steuereinheit übernimmt dabei etwa die Steuerung von Radar, Lidar-Sensoren, Fahrer-Erkennung, Kamera-Steuerung oder etwas so simples wie das Halten der Fahrspur.

Der Super-Chip für kommenden Fahrzeuge

Zwei Milliarden US-Dollar hat die Entwicklung des neuen Chips gekostet und rund 2.000 NVIDIA-Mitarbeiter vier Jahre beschäftigt. Über neun Milliarden Transistoren finden sich auf der Platine. Die Hardware besteht aus einem speziell für die Anwendung gestalteten 8-Kern-Prozessor, einem 512-Kern-Grafikchip, einem 8K-HDR-Videoprozessor sowie einer schneller lernen KI und Grafikbeschleunigung. In Summe kann der neue Chip 30 Billionen Berechnungen per Sekunde ausführen und verbraucht dabei lediglich 30 Watt. Damit ist man 15 Mal effizienter als die Vorgänger-Version.

NVIDIA Chip Pegasus

„Pegasus“ setzt auf zwei Xavier-Platinen

Unter dem Codenamen „Pegasus“ läuft eine Platine, welche grundlegend aus zwei Xavier-Bauteilen besteht. Damit soll laut NVIDIA die Platine die Rechenleistung von mehreren in den Kofferraum gestauten Computern liefern, allerdings in der Größe eines konventionellen Kfz-Kennzeichens. Diese steuert dann unter anderem auch Robotaxis von Level 5 Autonomie, welche sich derzeit in der Entwicklung befinden. Pegasus kann 320 Billionen Berechnungen pro Sekunde ausführen und wird gegen Mitte 2018 ausgeliefert.

Fotos: NVIDIA

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