Stand der Dinge: Audi e-tron Elektro-SUV

Audi e-tron Concept Car

Audi gibt Gas oder besser gesagt Strom. Hinter den Kulissen treiben die Ingenieure die Fertigstellung des Audi e-tron kräftig voran. Der härteste Gegner ist nicht etwa BMW oder Mercedes-Benz, sondern Jaguar. Die Briten bringen ihr Elektro-SUV I-Pace schon im Frühjahr 2018. Der Audi e-tron soll auch noch im kommenden Jahr auf den Straßen surren, aber den Showroom wird er nicht mehr vor dem Jaguar erreichen. Alle Infos und ersten Details zum Elektro-SUV aus Ingolstadt.

Drei Elektro-Plattformen im VW Konzern

Basierend auf der neuen C-BEV Plattform, wird sich der Audi e-tron wesentlich von der kompakteren und günstigeren MEB Plattform des Konzerns unterscheiden. Mehr Power und mehr Reichweite, vor allem aber gemacht für große, schwere Elektro-SUVs. Die dritte Plattform, J1 von Porsche, unterscheidet sich dann vor allem durch die 800-Volt-Technik und die Anwendung für (flache) Sportwagen.

Das Audi Elektro-SUV wird sich mit knapp 4,90 Meter Länge exakt zwischen dem bestehenden Audi Q5 und Audi Q7 positionieren. 2019 soll die Coupé-Version folgen, welche den Namen „Sportback GT“ tragen könnte. Die Batterien liegen dabei in beiden Fällen im Boden, zwischen den Achsen und sollen so keinen Raum „stehlen“, wie etwa aktuell im Audi Q7 Plug-in Hybrid.

Bis zu 370 kW Leistung und 100 kWh Batterie im Audi e-tron

Die Normalleistung liegt bei 320 kW (umgerechnet 435 PS), welche kurzzeitig beim Boosten auch auf 370 kW / 503 PS bzw. beim Drehmoment auf 800 Nm ansteigen kann. Damit soll der Audi e-tron in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h flitschen. Abgeregelt wird dann allerdings schon bei 210 km/h, um die Reichweite nicht zu sehr in die Knie zu zwingen. Mit der 95 kWh Batterie im Boden soll der e-tron im Idealfall (Eco-Mode) bis zu 500 Kilometer weit fahren können. Aktuell geht man aber auch davon aus, um den Basispreis zu drücken, dass der Einsatz von einer kleineren 80 kWh Batterie geplant ist. Auf der anderen Seite soll auch noch eine 100 kWh Variante folgen.

Audi e-tron Elektroantrieb

Aufgeladen wird dann an CCS-Ladestationen, sodass der Audi e-tron innerhalb von 30 Minuten wieder Strom für rund 400 km „getankt“ hat. Aktuell forschen die Ingenieure noch daran die Batterie-Alterung, welche bei solchen Schnellladungen eben auftritt, in den Griff zu bekommen. Das induktive Laden mit einer im Boden versenkten Platte, auf jener der e-tron beim Parken stehen muss, soll erst später folgen.

Audi e-tron Heck

Drei E-Motoren und ein Touchscreen-basiertes Interieur

Angetrieben wird der e-tron von drei Motoren. Zwei an der Hinterachse und einer an der Vorderachse. Während im dynamischen Fahrmode, an der Hinterachse aktives Torque Vectoring betrieben wird, setzt man etwa auf der Landstraße nur auf den vorderen E-Motor für den Vortrieb. Der Fahrer kontrolliert dabei den Wagen per Touchscreen. Ähnlich dem Audi A8 haben Knöpfe ausgedient und riesige sensitive Flächen als Display steuern das gesamte Infotainment und mehr.

Neben den klassischen Materialen wie Leder, setzt man auch auf Sitzbezüge aus Bambustextilien. Diese finden sich auch in den Türpanelen wieder, wobei hier auch recycelte Plastikflaschen zu finden sein werden. Im Kofferraum sollen rund 550 Liter Fassungsvermögen bereitstehen, was sich durch Umlegen der Rückbank auf 1.450 Liter vergrößern lässt. Der finale Preis steht noch nicht fest, günstig wird er mit rund 80.000 Euro Startpreis aber wohl kaum.

Fotos: Audi AG (Concept Cars)

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