Nicht denken, machen: Die Psyche von Rennfahrern

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Rennfahrer sind auch nur Menschen. Aber ihre Fähigkeiten sind besonders, aufgrund ihrer Art und Weise sich bei hohen Geschwindigkeiten zu konzentrieren. Dabei entscheiden sie in Millisekunden bei Manövern, doch auch gewöhnliche Autofahrer können Techniken nutzen, um ein ähnlich hohes Level an Aufmerksamkeit zu erreichen.

Das Rennen wird im Kopf entschieden

Rennfahrer wie Sébastien Ogier (WRC) oder Andy Priaulx (WEC) nutzen Atemtechniken, um die Konzentration hochzuschrauben. Ford hat hierzu eine Studie mit Rennfahrern und einer Testgruppe aus „gewöhnlichen“ Autofahrern angestoßen. Mittels EEG wurden die Hirnströme gemessen und dabei quasi herausgefunden, das Rennen wird im Kopf entschieden. Nur die Rennfahrer, die sich auch mental auf ihre Aufgabe einstellen können, haben die Chance Rennen zu gewinnen.

Eine simple Atemübung macht auch „normale“ Menschen reaktionsfähiger

Andy Priaulx etwa nutzt Meditation, um sich auf ein Rennen einzustellen. Ohne diese Vorbereitung, so sagt er, hätte er nie ein Rennen gewonnen. Das folgende Jahr (mit mentalem Training) gewann er 13 von 13 Rennen direkt von der Pole Position. In der Studie wurde dabei nicht nur die Rennfahrer, sondern auch die Testpersonen ohne Rennerfahrungen in einen VR-Simulator gesteckt. Dort wurde die Reaktion und Konzentration gemessen. Vor und nach dem mentalen Training. Schon mit einer simpeln Atem-Übung konnte die unerfahrene Testgruppe wesentlich bessere Ergebnisse einfahren.

Der Daten-Helm für die Zukunft

Allerdings zeigte der Test auch, dass die Rennfahrer im Schnitt 40% mehr Gehirnleistung abliefern können und das bei hohen Geschwindigkeiten sowie hoch fokussiert. Ford hat daraus einen Helm entwickelt welcher live die EEG Daten an die Ingenieure schickt, während sich der Rennfahrer auf der Strecke befindet. Damit ergeben sich nochmals mehr Daten, mit denen durchaus über Sieg oder Niederlage entschieden werden kann.

Fotos: Ford

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