Plant VW Stellenabbau von rund 25.000 Jobs?

VW Das Auto Logo - Stellenabbau ab 2017 möglich

Im Rahmen der nächsten zehn Jahre könnte Volkswagen rund 25.000 Jobs streichen bzw. kürzen, so der Sprecher des Betriebsrat gegenüber dem Handelsblatt. Dabei sollen nach aktuellen Informationen vornehmlich ältere Mitarbeiter in den Vor-Ruhestand geschickt werden, um Kosten zu sparen.

Stellenabbau ja, aber keine akuten Kündigungen?

Seit Juni ist der Betriebsrat mit dem Vorstand in Gesprächen. Meistens geht es darum die Kosten zu senken ohne die Belegschaft zu belasten oder zu entlassen. Neben den weiterhin noch steigenden Kosten und Strafzahlungen (meist in den USA) durch die Diesel-Affäre, muss auch der Wandel vom Verbrenner- zum Elektroauto gelingen. Das kostet zusätzlich Geld, welches irgendwo herkommen muss.

Scheinbar hat man nun zumindest eine Lösung gefunden. Statt tausende von Mitarbeitern zu entlassen, wird man nun abwarten. Abwarten bis die älteren Mitarbeiter in den Ruhestand gehen oder sich für den Vor-Ruhestand entscheiden. Bernd Osterloh, Betriebsrats Chef Volkswagen, sagte in einem Interview, dass man einen großen Nutzen aus der „Baby-Boomer-Altersgruppe“ ziehen könne. So sagte er gegenüber dem Handelsblatt, dass weiterhin die Arbeitsplätze bei VW sicher seien.

Demnach sind zehntausende Mitarbeiter aus der Generation aus den 1950er bis 1960er (die sogenannte Baby-Boom-Generation) bei VW beschäftigt. Deren Ruhestand steht in den kommenden Jahren bevor. VW selbst weigert sich noch die Zahl von 25.000 von Bernd Osterloh zu bestätigen. Immerhin wäre das ein Fünftel der Mitarbeiter in Deutschland. Wenigstens könnte man damit, laut Analysten, einen soliden Start zum Sparen hinlegen. Allerdings müsste auch im Einkauf, sowie in der Entwicklung weiter Geld eingespart werden. Ein Plan, der im Konflikt mit der Elektro-Offensive steht.

Stellenabbau kann bis zu 2,5 Milliarden Euro einsparen

Laut Evercore ISI Analyst Arndt Ellinghorst müsste VW die Kosten „massiv“ drücken, um das Geschäft wieder fest auf die beide Beine zu stellen. Seiner Analyse nach muss Volkswagen rund 22 Milliarden Euro in den kommenden Jahren einsparen. Laut Ellinghorst könnte Volkswagen rund 2,5 Milliarden Euro einsparen, würde man Mitarbeiter in einen früheren Ruhestand schicken. Intern sollen wohl auch Gespräche dazu stattfinden, bestätigt ist hierzu aber derzeit noch nichts.

Kein Stellenabbau, sondern Outsourcing am Standort Wolfsburg?

Angeblich soll man darüber nachdenken die „Büroangestellten“ in der Anzahl zu minimieren, was ungefähr zwei Drittel der insgesamt 60.000 Beschäftigten in Wolfsburg sind. Darunter Angestellte in der Verwaltung, Entwicklung, Verkauf und Marketing. Zudem könnten Jobs wie etwa im Sicherheitsdienst, der IT-Abteilung und dem Catering an externe Firmen vergeben werden. Am 20. Oktober kommen auf Einladung von Osterloh Mitarbeiter und Vorstand zusammen, um über die weitere Lage zu entscheiden.

Quelle: ane

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