Renault Twingo RS aufgrund von Motorraum nicht möglich

Renault Twingo RS Rendering

Wird es noch einen Renault Twingo RS geben? Die Antwort gibt uns einerseits der Motorraum des aktuellen Twingo und andererseits Patrice Ratti von Renault Sport. Mehr Power als der Twingo GT sie hat, passt einfach nicht in den Kleinwagen. Die zweite Generation hatte noch ein RS-Modell als Topmodell, doch die dritte Generation hat sich diese Chance quasi selbst verbaut.

Zu kompakt für einen ordentlichen Motor

Wirft man einen Blick in den Kofferraum und dann unter die Abdeckung wird der Motor des aktuellen Renault Twingo ersichtlich. Und auch dessen Problem. Viel Platz ist da nicht mehr übrig. Der neue Renault Twingo GT nutzt eine überarbeitete Version des 0,9-Liter Turbotriebwerk. Dabei leistet der kleine Heckmotor 110 PS und drückt mit maximal 170 Nm auf den Antrieb. Neuer Ansaugtrakt und ein Remapping der Software macht es möglich.

renault-twingo-gt-motor

Um nun allerdings auf dieser Basis dem Renault Twingo RS der zweiten Generation in irgendeiner Form Konkurrenz machen zu können wäre einiges an Arbeit notwendig. Von 2008 bis 2013 gab es den Twingo auch mit einem 1.6-Liter 16V Motor, welcher 133 PS bei 6.750 U/min leistete. Das Drehmoment von 160 Nm hingegen hat bereits das Nachsehen gegen den aktuellen Twingo GT. Der Saugmotor mit 5-Gang-Schaltung war bis zu 201 km/h schnell. Das lässt den Twingo GT noch heute alt aussehen.

Kein Renault Twingo RS wegen Plattform-Sharing?

Warum will und kann Renault Sport also keinen Renault Twingo RS in dritter Generation bauen? Diese Chance hat man sich bereits mit der Plattform verbaut. Wobei auch der smart BRABUS forfour nicht mehr gegen seinen Vorgänger ankommen wird. Laut Patrice Ratti würde eine Twingo RS etwa 150 PS benötigen, um auch als RS durchgehen zu dürfen. Um einen Vierzylinder einzubauen – was die billigste Lösung wäre – sei einfach nicht genug Platz. Um den kleinen Dreizylinder also bis auf 150 PS auf dem Prüfstand zu bekommen wären extreme Maßnahmen notwendig. Solche, die extreme Kosten nach sich ziehen, zu viel Geld für ein Auto des A-Segment, laut Ratti.

RS zu teuer GT sehr preiswertes Tuning für Renault

Auf der anderen Seite will uns Patrice Ratti vermitteln, dass der Twingo GT die ideale Balance zwischen Power, Agilität und Kosten sei. Mit der Kraft, sowie den Änderungen an Lenkung und Fahrwerk, sei er spaßig zu fahren. Das sei Renault gelungen ohne viel Geld in die Hand zu nehmen.

Rendering: X-Tomi Design

Foto: Renault

Quelle: autocar

4 Gedanken zu “Renault Twingo RS aufgrund von Motorraum nicht möglich

  1. Versteh ich nicht! Im R5 Turbo und Clio V6 haben sie doch auch einen „schönen“ Motor rein bekommen. OK, die Rückbank muss dann raus. Und im Twin’Run Konzept klappt das doch auch … Renault, bitteeeeeeee

  2. Man müsste den Twingo R.S. Baujahr 2012 umbauen, so das dieser vielleicht etwas länger und breiter wird, um ein paar cm. Vielleicht könnte man so ein 150 PS Motor einbauen wie beim Clio R.S.. Dazu sollte bei den Renault R.S. lern wahlweise eine Wippschaltung eingebaut werden und mindestens ein 6. Gang.
    Ein Renault Twingo R.S. BJ 2012 mit einer Motorauswahl von 133 PS bis 150 PS der getunt werden kann und einem leicht verbessertem Cockpit, könnte die R.S. weiter punkten.
    Der Twingo R.S. fährt sich sehr gut. Aber noch einmal auf das Gaspedal drücken bei 180/ 190 kmh ist schwierig.
    Da könnte Renault Sport nochmals nachlegen!