Drift Mode im Focus RS war nicht geplant

Ford Focus RS Drift Mode

Es sind die verrückten Köpfe, die uns Autos bescheren, die einen mit purer Freude erfüllen. Vor über 40 Jahren war es ein kleines Team, welches beschloss einen Golf mit mehr Power zu versorgen. Vor kurzem waren es zwei Ingenieure, die am Antrieb des Ford Focus RS herumexperimentiert haben. Was dabei entstand, erfreut sich größter Beliebtheit am 350 PS Allrad-Knaller: der Drift Mode. Ein reines Zufallsprodukt, da sich zwei Ingenieure mehr Gedanken gemacht haben als andere.

Der Ford Focus RS: der einzige mit Drift Mode

Der Drift Mode lockert die Einstellung der Stabilitätskontrolle, stimmt das Fahrwerk weicher ein. Bei einem aggressiven Gasstoß wird deutlich mehr Kraft an die Hinterachse geschickt, sodass der Focus RS quer treibt. Doch dieser Modus war nie geplant. Wir haben es genau zwei Ingenieuren zu verdanken, dass es diesen nun gibt, wie Tyrone Johnsen, Ford Performance, in einem Interview bekannt gab.

Bei der Entwicklung des Allradantrieb – welcher für sich genommen auch schon sehr speziell ist – haben zwei Ingenieure sich während der Abstimmung einen „Scherz“ mit dem Laptop erlaubt. Einer am Steuer, der andere am Laptop mit der Software für den Allradantrieb geöffnet. Ein simples „oh lass mich das mal ausprobieren“ mit der Reaktion „oh das ist cool, kannst du mir davon geben“ brachte den Drift Mode ins Rollen oder besser gesagt quertreiben. Johnson erklärte es mit den Worten, dass sie einfach ein paar verrückte Jungs seien, die Dinge einfach umsetzen würden.

2016 Ford Focus RS Nitrous Blue

Ein Zufallsprodukt entwickelt sich zum Produkthighlight

Doch selbst zu diesem Zeitpunkt war der Drift Mode noch nicht im Produktionsplan für den Focus RS. Erst als der Modus Raj Nair, Chef-Entwickler Ford, vorgestellt wurde gab es direkt das Go für die Produktion. Dabei war es wohl Nair, welcher direkt verlauten lies, dass das in die Serie gehen muss.

Mit der Erklärung, sie könnten auch diesen kleinen Trick mit dem Allradantrieb umsetzen und ein paar schöne Drifts hinlegen wurde der Drift Mode Nair vorgeführt. Dann soll es eben Raj Nair gewesen sein, der so überzeugt war, dass man dieses direkt in den Plan einbinden müsse. Das kleine Puzzleteilchen, welches den Focus RS deutlich gegenüber dem A45 und dem RS3 herausstechen lässt, war also in der Entwicklung nur eine kleine Spielerei. Wie damals der erste Golf GTI, welcher als ein kleines, geheimes Projekt gestartet wurde.

Quelle: motoring.com.au

Ein Gedanke zu “Drift Mode im Focus RS war nicht geplant

  1. … extrem cool
    2 Entwickler schaffen es ne Idee – bis zur Serienreife umzusetzen
    … einfach so – weil es cool ist :-D