Renault Sport R.S. 01 zu schnell für die GT3-Serie

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Die GT3-Rennserie stand nach dem Unfall des Nissan GT-R auf der Nordschleife in starker Kritik. Zu schnell seien sie geworden, hieß es damals. Davon schien Renault Sport bisher nichts gewusst zu haben, denn um mit dem Renault Sport R.S. 01 in der GT3-Serie fahren zu dürfen, mussten die Ingenieure das Auto langsamer machen!

Angetrieben wird das zunächst als Concept Car gedachte Fahrzeug vom 3,8-Liter V6 TwinTurbo des Nissan GT-R. Dann wurde dieser mit einem sequentiellen Siebenganggetriebe von Sadev verbunden und in den R.S. 01 gepackt. Eigentlich sollte der R.S. 01 nur eine Vorschau zum neuen Alpine Sportwagen sein, doch es wird nun mehr daraus.

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Um damit allerdings in der GT3-Rennserie starten zu dürfen mussten ungewöhnliche Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Statt der Carbon-Bremse sind nun nur noch Stahlscheiben für die Verzögerung zuständig, dazu wurde neben diesem 25 Kilogramm Gewichtsnachteil weitere 50 Kilogramm an Ballast aufgeladen. Danach wurde die Aerodynamik nicht optimiert, sondern verschlechtert, sodass der R.S. 01 nun weniger Anpressdruck (Downforce) hat, als eigentlich vorgesehen. In Summe fließt der Renault Sport R.S. 01 nun weniger durch die Luft und wird durch die Veränderungen gebremst, also langsamer, dass er in der GT3 starten darf.

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Schlussendlich gab es grünes Licht von der Fédération Française du Sport Automobile (FFSA) den R.S. 01 nicht mehr nur in der Renault Sport Trophy fahren zu lassen. Ob Renault Sport somit auch noch ein Engagement in anderen GT3-Serien anstrebt ist noch nicht bekannt. Wahrscheinlich wäre die Symbiose von GT-R Motor in „zu krasser“ Aerodynamik auch kein fairer Wettbewerb für hiesige GT3-Renner.

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Quelle: Renault