Engländer auf Safari: Range Rover Evoque Cabriolet vorgestellt

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Das Dach ist ab. Nach einer Konzept-Studie und zahlreichen Testfahrten mit dem Prototyp, steht uns nun das Range Rover Evqoue Cabriolet ins Haus. In 18 Sekunden wird aus dem typischen SUV ein offener Crossover, der sein Stoffdach (von Webasto) im Z-Stil zusammenfaltet. Perfekt für jede Safari gerüstet, schafft das Evoque Cabriolet ähnliche Offroad-Werte, wie seine Kollegen mit festem Dach.

Auf Basis des Coupé haben die Ingenieure chirurgisch das Dach entfernt und den Blick auf den Himmel freigelegt. Darauf folgte die fachmännische Implementierung des Faltdach-Gestells und schlussendlich wurde die offene Wunde wieder mit einem Stofftuch abgedeckt. Heraus kam das aktuell einzige (ansehnliche) Cabriolet in SUV-Form. Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, dann werden andere folgen!

Zu den Offroad-Eigenschaften zählt nicht nur der permanente Allrad-Antrieb, sondern auch die elektronischen Helfer, wie Terrain Response, die ein Vorankommen unterstützen. Weiter wurde die Karosse so verstärkt, dass auch Seitenneigungen von 35 Grad kein Problem (ähnlich Mercedes GLC) darstellen. Dabei können auch Steigungen bis 45 Grad, sowie Flüsse und Bäche bis 500 Millimeter Tiefe durchfahren werden. Der Rampenwinkel beträgt 18,9 Grad, der vordere, sowie hintere Böschungswinkel ist mit 19 bzw. 31 Grad angegeben. Bedingt durch die kurzen Überhänge bleibt das Evoque Cabriolet also auch im Land Rover Terrain problemlos manövrierbar.

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Durch „Wade Sensing“ (Sensoren in den Außenspiegeln) wird auch sichergestellt, dass der Fahrer die Tiefe eines Bachlaufs nicht unterschätzt. Über eine Anzeige im 10,2 großen Touchscreen, sowie einen Warnton wird der Fahrer darauf hingewiesen, dass es eventuell zu viel Wasser ist.

Bei den Antrieben sind bisher keine Überraschungen bekannt. Soll heißen, dass weiterhin der 240 PS starker Turbobenziner alleine gegenüber den neuen Ingenium-Dieselmotoren steht. Dabei sind im Evoque Cabriolet alle Antriebe mit Allradantrieb und dem 9-Gang-Automatikgetriebe von ZF gekoppelt. Auf Seite der Diesel stehen die 2,0-Liter Selbstzünder mit 150 oder 180 PS zur Wahl. Einen Unterschied gibt es noch beim Allradantrieb. Dieser ist als „Efficient Driveline“ oder „Active Driveline“ verfügbar. Beim Namen ist allerdings umdenken angesagt, denn die erste Version verfügt über eine Haldex-Zentralkupplung, welche die Antriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Angetrieben werden dabei immer alle vier Räder. Die „Active Driveline“ hingegen schaltet bei konstanten Fahrwerten über 35 km/h die Hinterachse ab. So kann im reinen Betrieb der Vorderräder Sprit gespart werden. Innerhalb von 300 Millisekunden kann, nach ermitteltem Bedarf, die Hinterachse wieder mit Antriebsmomenten versorgt werden. Auf jeder Seite des hinteren Differenzials sitzt zudem eine elektronisch gesteuerte Kupplung, welche es im Extremfall auch ermöglicht nur ein Rad anzutreiben.

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Weiterhin verfügt das Range Rover Evoque Cabriolet natürlich auch über alle technischen Spielereien, die wir euch mit dem Modelljahr 2016 des Evoque vorgestellt haben.

Fotos: Jaguar Land Rover