Ist die Formel 1 zu langweilig? Comeback für 1.000 PS Turbomotoren

honda-formel1-2015-motor

Die Formel 1, die einst anspruchsvollste Motorsport-Art, ist durch die neuen Regelung etwas eingeschlafen. Dabei haben sich nun die Formel 1 Teamchefs während eines Treffens in Genf wohl darauf geeinigt auszuloten, ob sie die Leistung der Motoren bis 2017 wieder etwas anheben und zwar auf über 1.000 PS – wie zu den halsbrecherischen Zeiten der 80er Jahre.

Ein Grund hierfür ist nicht unbedingt die Attraktivität für die Fans in erster Linie, sondern das unerfahrene Fahrer wie etwa Max Verstappen so weit nach vorne fahren können. Dabei müssen die V6 Hybrid Turbomotoren wohl nicht völlig neu konzipiert werden. In ein paar vergleichsweise einfachen Schritten soll die Durchfluss Rate des Benzingemischs erhöht werden, Änderungen an der Zündung und eine erhöhte Benzinmenge an Board oberhalb von 100 Kilogramm. Dadurch sollen die aktuellen Motoren nicht mehr nur etwa 750 PS Leistungsabgabe besitzen, sondern auf über 1.000 PS kommen.

Aktuell sind die Ideen den technischen Direktoren übergeben worden, wobei im nächsten Meeting dann wohl schon das Grüne Licht für die weitere Entwicklung gegeben werden soll. Dabei muss nur noch geklärt werden, ob einfach mehr Leistung aus dem Motoren kommen soll oder ob zugleich auch die Lautstärke beachtet werden muss. Aus dem gesamten Konkurs sollten sich dazu neue Regeln ergeben und die Formel 1 Rennwagen sollten wieder schwieriger zu fahren sein. Dadurch sollen auch wieder echte Talente herausstechen.

Niki Lauda, der seinen dritten Weltmeister-Titel in einem ebenso starken 1984 McLaren-TAG Porsche errungen hat, sieht das quasi genauso.

„Currently we risk losing more and more fans because F1 becomes unattractive. I wish we would have a futuristic car that attracts the fans for at least five years. It should have 1200bhp, plus wide tyres and aerodynamic characteristics, which delivers a steep power curve that becomes very critical at the limit.“ – Niki Lauda

Darüber hinaus legt er wert darauf, das die Leute verstehen, dass es wohl „extrem“ einfach geworden sein muss einen solchen Rennwagen zu fahren.

„Currently F1 cars allow every other GP2 or F3 driver to be as quick as established drivers within a very short time and without taking too much risk. Some time ago young drivers were really worried about speed, braking, downforce and a big crash at 300km/h. Today you can drive a F1 car like a road car. I could do it, you could do it.“ – Niki Lauda

Foto: Honda

Quelle: autosport

Kommentare wurden deaktiviert.