Vom 3er bis zum Rolls-Royce: die Teil-elektrische Zukunft bei BMW

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BMW bereitet aktuell den wohl größten Umschwung in der Geschichte vor, der vom BMW 3er aufwärts bis hoch zum Rolls-Royce alle Modelle betrifft, die dann wiederum als Teil-elektrische Fahrzeuge mit Allradantrieb vom Band laufen werden. In der „Vordenker-Abteilung“ wird die „konventionelle“ Herstellung von Autos mit ihren Stahlkarosserien sowie den Heckantrieben durch ein gewöhnliches Getriebe schon als alt angesehen.

Der Materialmix wird stärker, Stahl wird immer weiter verschwinden und heutige Exoten wie der BMW i8 werden in ihrer Bauweise nicht mehr alleine auf der Straße sein. Auch die Antriebe werden total umgedacht, so wird der Elektromotor bald nicht mehr Beiwerk sein, sondern Hauptbestandteil und Verbrennungsmotoren nur noch als Range Extender verwendet werden. Nicht nur ein geringer Rollwiderstand steht dabei im Fokus, genauso eine extreme Aerodynamik – quasi mit dem Wind, nicht gegen ihn – wird sollten also bald noch mehr Designs wie die des i8 sehen dürfen.

Die Verwendung von Geo/GPS Daten um etwa effektiver einen Berg hinauf und wieder hinunter zu fahren ist da schon kaum noch Zukunftsmusik. Aber auch etwa das Fahrwerk soll im „Connected Car“ der Zukunft sich auf so etwas mit einstellen können und so auch die Aerodynamik verändern kann.

Die Flottenemission muss in naher Zukunft unter 95 Gramm CO2 pro Kilometer kommen, was den Herstellern erlaubt Werte zwischen 85 g/km und 110 g/km mit den Serienfahrzeugen zu vereinbaren. Das ist der Stand für 2021, im nächsten Schritt zu 2025 muss der Wert weiter gedrückt werden, daher sind auf lange Sicht die Plug-in Hybriden eine gute Investition.

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Da BMW vom 1er und MINI nicht wirklich viele verkauft, wird der Fokus auf den BMW 3er, sowie die 4er und 5er Serie gelegt. Diese müssen unter 50 g/km liegen, was bereits durch die heutigen Plug-in Hybrid Technologien möglich ist. Einen Prototyp hat BMW bereits gezeigt. Bevor der BMW 3er allerdings leichter wird durch den exzessiven Einsatz von Carbon-Teilen, wird es noch eine weitere Generation dauern, also nach dem Modellwechsel 2018.

Auf dem Weg zum voll-grünen wird zu allererst 2016 der BMW 3er als Plug-in Hybrid kommen, da er für die Massen am Besten funktioniert. Der Verbrenner wird dabei ein 185 PS starker 2,0-Liter Vierzylinder sein, der an eine Achtgang-Automatik gekoppelt ist. Das Battery Pack, welches über der Hinterachse sitzt, speichert dann 7,6 kWh wodurch eine rein elektrische Reichweite von etwa 35 Kilometer möglich ist. Nicht gerade viel nach heutigem Standard, aber es ist eben eine Zwischenlösung. Der Elektromotor selbst bringt eine Leistung von knapp 100 PS mit und ein Drehmoment von 250 Nm.

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Was dann 2022 in der BMW 3er Form kommen wird, ist mehr als Elektroauto zu verstehen als Auto, wie wir es heute kennen. Der Verbrennungsmotor wird kaum laufen und als Range Extender genutzt, daher werden wir da keinen Turbolader oder sonstiges finden. Im Vordergrund steht dann Gewichtseinsparung durch einen kleinen Motor. Für das Getriebe könnte man auf eine neue Art des Planetenradgetriebe mit drei variablen Untersetzungen zurückgreifen, welches die Kosten gegenüber heutigen Getrieben wie etwa Acht- oder Neungang-Automaten oder Doppelkupplungsgetriebe senken sollte.

In Summe darf das Battery Pack größer sein, die Bremsen kleinen dimensioniert, dadurch, dass über die Elektromotoren gebremst werden kann. Genauso wenig ist ein Differential an der Hinterachse notwendig, da die Elektromotoren wohl pro Rad eingesetzt werden. Insgesamt und trotz Batterie sollen die fern in der Zukunft fahrenden 3er etwa 100 Kilogramm leichter sein als aktuelle Modelle.

Fotos: BMW

Quelle: autocar

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