Report: Mercedes manipuliert NEFZ-Wert am meisten

mercedes-benz-e400-cabriolet-test-6443

Es ist nichts bahnbrechend Neues, dass die NEFZ-Verbrauchswerte schwer in der realen Welt zu erreichen sind. Nur mit viel Hingabe kommt man überhaupt in die Nähe der angegebenen Normwerte. Mercedes-Benz wurde nun als größter Trickser enttarnt, was wiederum den Käufer eines Daimler Fahrzeugs zusätzliche 5.600 Euro über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges kostet.

Der Report kommt von der Transport & Environment Gruppe, die ihren Sitz in Brüssel hat.

„If your new Mercedes car swallows 40 percent more fuel than the brochure promised, it’s not your heavy-footed driving. Rather it’s because Mercedes are the current leaders at manipulating the way vehicles are tested, producing official fuel economy figures in the labs that cannot be replicated in the real world.“ – T&E Statement

Auch Fahrzeuge von Opel können im Schnitt nicht halten, was sie versprechen, so sind weniger als 20 Prozent der Verbesserungen im Verbrauch auf der Straße noch überhaupt messbar.

„The gap between real-world fuel economy and distorted official test results has become a chasm. The current test has been utterly discredited by carmakers manipulating official test results.“ – Greg Archer, Clean Vehicles Manager bei T&E

Mercedes-Benz auf der anderen Seite gibt zwar zu, dass es gewisse Unstimmigkeiten im Test verglichen mit der echten Welt da draußen gibt, schiebt die Schuld aber teilweise auch auf den Fahrer ab.

„This deviation does indeed exist but what is also correct is that the driver has a massive impact on real-life consumption with independent studies indicating a factor of 30 percent. The testing procedures are not determined by the automakers, but by the lawmakers. The EU Commission defines the rules that we have to play by. One thing is certain: It is incredibly important to us at Mercedes to ensure the gap between standard and real-life consumption is as small as possible.“ – Johannes Reifenrath, Mercedes-Benz Cars head product strategy and planning

Der Studie zufolge soll sich die Lücke zwischen Testzyklus und realen Verbrauchswerten im Durchschnitt von acht Prozent in 2001 auf 31 Prozent in 2013 vergrößert haben. Das bezieht sich nur auf die privaten Fahrer, bei Flottenfahrzeugen lag der Wert im letzten Jahr bei 43 Prozent. Im Schnitt muss ein Fahrer so also 500 Euro pro Jahr zusätzlich für Sprit zahlen, den er nach den NEFZ-Werten gar nicht bräuchte.

Angeblich sollen bei den Tests auch speziell aufgearbeitete Prototypen zum Einsatz kommen, welche speziell für den Test optimiert wurden.

„The EU system allows carmakers to pay testing authorities to test prototypes in their own laboratories using an obsolete test. If the new European Commission doesn’t strengthen the system of car testing, the only place cars will be less polluting is in the laboratory.“ – Greg Archer

Quelle: autonews