Capricorn kauft den Nürburgring für 100 Mio. Euro

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In Koblenz wurde heute für eine Überraschung gesorgt: der Zulieferer Capricorn aus Düsseldorf kauft den insolventen Nürburgring für eine noch nicht bezifferte Summe, die aktuell auf rund 100 Mio. Euro geschätzt wird. Dabei sollen nochmals 25 Mio. € im Voraus als Investitionssumme für den Ausbau des Rings aufgebracht worden sein. Damit wurde dem in NRW-ansässigen Unternehmen der Zuschlag vor dem amerikanischen Investor H.I.G. Capital gewährt.

Laut Jens Lieser, Sachverwalter der Nürburgring GmbH, sollen sich die Gläubiger für „das etwas bessere Konzept“ entschieden haben. U. a. sollen die Motorsportveranstaltungen weiterhin erhalten bleiben, sogar ausgebaut werden. Den Freizeitpark (Ringracer), den das Land Rheinland-Pfalz aufgrund kompletter Fehlkalkulation in die tiefen roten Zahlen stürzte, mit dem angeschlossenen Erlebnisdorf Grüne Hölle will Robertino Wild als erste Amtstat außer Betrieb setzen: „Sofort werden wir die „Grüne Hölle“ einstellen – einen der großen Verlustbringer. Höflich gesagt heißt das Rückbau.“

Um das Entwicklungszentrum am Standort Meuspath weiter auszubauen, will das auf Motorsportkomponente spezialisierte Unternehmen mit aktuell 100 Mitarbeitern vor Ort ein sog. Technologie Cluster direkt an der Strecke realisieren. So dürfte auch die Zahl der Angestellten von 350 weiter steigen.

Laut Insidern sollen weiterhin Touristenfahrten angeboten werden, die Preise sollen an Wochenenden ab 01.01.2015 steigen, an Wochentagen fallen.

Allerdings ist der Vertrag noch in der Schwebe: die EU-Kommission muss erst ihren Bescheid zur Prüfung möglicher illegaler Beihilfen vortragen, bevor der Kaufvertrag rechtswirksam und gültig ist.

Quelle: Spiegel u. Welt

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